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New York Giants v Dallas Cowboys
Tony Romo hat seit 2006 28 siegbringende Angriffsserien hingelegt © Getty Images

Dallas und München - Lange geht bei den Dallas Cowboys nichts, ehe Tony Romo aufdreht und kurz vor Ende einen taktischen Fehler New Yorks bestraft. Kuhn muss verletzt raus. Die Saints verlieren.

Von wegen Tony Romo ist kein Mann für die großen Momente.

Der Star-Quarterback rettete den Dallas Cowboys in einem richtigen Thriller beim 27:26 (6:13) gegen die New York Giants den Start in die neue NFL-Saison.

In den letzten gut fünf Minuten gelangen Romo (365 Yards, 3 Touchdowns) zwei beeindruckende Angriffsserien, die jeweils Tight End Jason Witten mit Touchdowns abschloss.

Wittens zweiter Streich besiegelte sieben Sekunden vor dem Ende das Schicksal der Giants. "Wir haben alles andere als gut gespielt und nicht auf den Ball aufgepasst. Trotzdem musst du immer an dich glauben", sagte Matchwinner Romo.

Romo beweist erneut seine Klasse

Der Spielmacher - in den vergangenen Jahren häufig für Playoff-Niederlagen kritisiert - bewies einmal mehr seine Klasse in der Crunch Time.

Seit 2006 hat niemand mehr siegbringende Angriffsserien geführt. Gegen die Giants gelang ihm dieses Kunststück bereits zum 28. Mal.

Dabei fehlte ihm in der entscheidenden Phase sein bester Receiver Dez Bryant. Der 70-Millionen-Mann zog sich einen Fußbruch zu und wird zwischen vier und sechs Wochen fehlen. "Dez kannst du nicht ersetzen, hoffentlich kommt er bald zurück", sagte Romo.

Taktischer Fehler bringt Giants um den Sieg

Auch ohne Bryant brach der 35-Jährige den Giants das Herz. Dabei hatten die Gäste das Spiel über weite Strecken kontrolliert und aus drei Ballverlusten der Cowboys 17 Punkte gemacht.

Ein taktischer Fehler New Yorks begünstigte Romos großes Comeback. Weil Eli Manning und sein Angriff im dritten Versuch vor der Endzone einen Pass warfen, der nicht ankam, ließen sie Dallas nach dem folgenden Field Goal gut eineinhalb Minuten auf der Uhr - die Zeit, die Romo brauchte.

Natürlich wollten die "G-Men" mit einem Touchdown den Sack zu machen, aber mit einem Lauf hätten sie weitere 40 Sekunden von der Uhr nehmen können.

"Das war eine schlechte Entscheidung. Sie geht nur auf meine Kappe. Wir hätten laufen sollen", sagte Head Coach Tom Coughlin und übernahm die Verantwortung.

Führung verspielt

Bis dahin war sein Gameplan voll aufgegangen. Der zurückgekehrte Defensive Coordinator Steve Spagnuolo hatte seine Abwehr perfekt eingestellt. Dallas fand lange keinen Rhythmus.

Zweimal fingen die Giants Pässe von Romo ab, weil die Receiver nicht richtig zupackten. Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie gelang nach einem Fumble ein Return-Touchdown.

Nach dem Touchdown durch Rashad Jennings zum 23:13 sah acht Minuten vor Schluss alles nach einem Sieg aus, aber dann kam Romo.

Kuhn verletzt raus

Zu allem Überfluss zog sich bei den Giants der deutsche Defensive Tackle Markus Kuhn (1 Tackle) auch noch eine Kniezerrung zu und musste vorzeitig raus. Wie schwer die Verletzung ist, steht aktuell noch nicht fest.

Die Giants konnten ihre Überlegenheit über weite Strecken nicht in noch mehr Punkte ummünzen - auch weil Shooting-Star Odell Beckham Jr. mit 44 Yards relativ blass blieb.

"Wir hatten es in der Hand, aber Tony ist in diesen Two-Minute-Situationen einfach großartig. Trotzdem hätten wir es besser verteidigen müssen. Das ist ein ärgerlicher Auftakt", sagte Cornerback Prince Amukamara.

Arizona Cardinals - New Orleans Saints 31:19

Kasim Edebali verpatzte mit den New Orleans Saints den Start ebenfalls. Bei den Arizona Cardinals setzte es eine 19:31 (10:14)-Niederlage.

Dabei stellte Arizonas Routinier Carson Palmer Saints-Star Drew Brees klar in den Schatten. Palmer warf drei Touchdown-Pässe - darunter zwei im letzten Viertel. Brees kam zwar auch auf 355 Yards, leistete sich aber auch eine Interception.

"Carson hat herausragend gespielt. Er war von Anfang an 'On Fire'", lobte Cardinals-Cheftrainer Bruce Arians.

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