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Baltimore Ravens v Arizona Cardinals
John "Smokey" Brown (l.) gelingt einer von drei Touchdowns der Arizona Cardinals © Getty Images

Glendale und München - Arizona baut seine Führung in der NFC West im Monday Night Game aus, lässt seine Fans gegen Baltimore aber am Ende leiden. Chris Johnson genießt seinen zweiten Frühling.

Die Arizona Cardinals haben ihre Fans im Monday Night Game ganz schön Nerven gekostet.

Zum Abschluss des 7. Spieltages der NFL schlugen sie die Baltimore Ravens mit 26:18 (14:10) mussten aber bis 13 Sekunden vor Schluss um den fünften Saisonsieg zittern (Die NFL auf LIVE im TV auf SPORT1 US ).

Die Ravens kamen bis an die 4-Yard-Linie, ehe Tony Jefferson in der Endzone einen Pass von Baltimores Quarterback Joe Flacco abfing und für fast schon greifbare Erleichterung in Glendale sorgte.

"Es war schon ein aufregendes Spiel. Es ist ganz schön viel passiert, aber wir haben bis zum Schluss gekämpft und hatten am Ende die beste Aktion auf unserer Seite", sagte Arizonas Head Coach Bruce Arians.

Johnson im zweiten Frühling

Dabei hatten die Cardinals das Spiel über weite Strecken kontrolliert. 26:10 hatte der Spitzenreiter der NFC West im letzten Viertel dank seiner starken Defense und einer ausgeglichenen Offense bereits geführt. Routinier Dwight Freeney gelang sein erster Sack für die Cards.

Carson Palmer (20 von 29 für 275) warf Touchdowns auf John Brown und Michael Floyd. Running Back Chris Johnson (122 Yards) genoss erneut seinen zweiten Frühling im Rentnerparadies. Bei einem phänomenalen Lauf über 62 Yards im dritten Viertel ließ er sich auch von einem Tackle nicht abhalten. Weil er auf Brandon Williams landete, sprang er wieder auf und lief noch mehr Raumgewinn raus.

"Du spielst bis zum Pfiff, das sagt uns Coach Arians immer wieder. Eigentlich lernst du das ja schon in der Little League - immer weitermachen", sagte Johnson nach seinem dritten Spiel mit mindestens 100 Yards. Die Cards hatten "CJ2K" erst kurz vor der Saison verpflichtet. In der Offseason hatte er sich erst von einer Schusswunde erholen müssen.

Ende wie im Super Bowl

Dennoch brauchte es im Stadion des vergangenen Super Bowls eine Interception in den letzten Sekunden - genau wie im Endspiel im Februar für die New England Patriots.

Ein geblockter Punt von Asa Jackson und ein später Touchdown brachten Baltimore noch einmal ins Spiel, aber einmal mehr fehlte ihnen das letzte Quäntchen. Mit nur einem Sieg aus sieben Partien droht dem Meister von 2013 eine bedeutungslose zweite Saisonhälfte.

"Wenn du verlierst, ist das immer ein Schlag in die Magengrube, aber wir müssen jetzt weiterkämpfen", sagte Justin Forsett. Der Running Back erzielte zwar einen Touchdown, kam jedoch insgesamt nur auf 36 Yards. Er ehemalige Super-Bowl-MVP Joe Flacco (252 Yards) leistete sich eine Interception und wurde dreimal gesackt.

Ravens beklagen Funkausfall

Baltimores Coach John Harbaugh klagte im Anschluss über Probleme mit dem Kommunikationssystem. Vor allem während der letzten Angriffsserie habe es große Schwierigkeiten gegeben.

"Die Headsets funktionierten nicht. Deshalb konnten wir Marc (Offensive Coordinator Marc Trestman, Anm. der Red.) nicht verstehen. Genau während dieser Serie fielen sie aus, ich habe keine Ahnung wieso. Marc hat geschrien, aber wir bekamen nicht die richtigen Aufstellungen auf das Feld. Das ist ohne Funk extrem schwierig", sagte Harbaugh.

In der aktuellen Saison beschwerten sich bereits häufiger Coaches von Auswärtsteams wie Pittsburghs Mike Tomlin über Funkausfälle.

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