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Quarterback Aaron Rodgers spielte den entscheidenden Touchdown Pass
Quarterback Aaron Rodgers spielte den entscheidenden Touchdown Pass © Getty Images

München - Mit einem wahnsinnigen Touchdown-Pass findet Aaron Rodgers in letzter Sekunde seinen Namensvetter Richard und rettet damit die Packers. Die Lions verspielen den Sieg.

Die Green Bay Packers haben sich in der NFL in letzter Sekunde gegen die Detroit Lions durchgesetzt.

Aaron Rodgers bediente Richard Rodgers mit einem unglaublichen 61-Yard-Touchdown-Pass und stellte damit den 27:23-Endstand her (Die NFL auf LIVE im TV auf SPORT1 US ).

Von der eigenen 35-Yard-Linie warf der Quarterback den Ball, bevor ihn Richard Rodgers bei abgelaufener Uhr mit der letzten Aktion des Spiels in der Endzone mit seinem Fang im Sprung sichern konnte.

Mit dem Gamewinner vollendeten die Packers erst zum dritten Mal in der Teamgeschichte ein 20-Punkte-Comeback. Nachdem sie zuvor vier ihrer letzten fünf Spiele verloren hatten, stehen sie nun bei einer Bilanz von 8:4.

Rodgers: "Bin in Ohnmacht gefallen"

"Als er ihn gefangen hat, bin ich ihn Ohnmacht gefallen", sagte Aaron Rodgers nach dem Spiel zu CBS: "Das ist das großartigste Gefühl, das ich auf dem Feld seit langem hatte."

Rodgers bekam einen Tag nach seinem 32. Geburtstag erst die Möglichkeit für seine Heldentat, nachdem Detroits Devin Taylor bei einem Tackle, der die letzte Aktion des Spiels hätte sein können, vermutlich nach Rodgers' Visier gegriffen hatte. Die Wiederholung lässt Zweifel, ob Taylor wirklich die Gesichtsmaske erwischt hat.

Doch das wird wegen des Wahnsinnswurfs untergehen. Die Strafe brachte den Packers 15 Yards Raumgewinn und einen letzten Spielzug ein.

Die Lions (4:8) verpassten damit die Möglichkeit, erstmals seit 1991 alle Spiele gegen Green Bay in einer Saison zu gewinnen. Das 18:16 im November in Green Bay war der erste Erfolg in Wisconsin seit 1991.

Lions verspielen Führung

Matthew Staffords Touchdown-Pass auf Calvin Johnson gab den Gastgebern im ersten Viertel eine 20-Punkte-Führung, die sie allerdings nicht halten konnten. Rodgers brachte die Packers, die zum ersten Mal nach 56 Spielen in der ersten Halbzeit ohne Punkt geblieben waren, mit einem 17-Yard-Lauf bis auf zwei Punkte heran.

Detroit verpasste ein First Down, was den Sieg gesichert hätte, und Green Bay bekam noch mal den Ball. Nachdem es dann endgültig so aussah, als hätten die Lions den Sieg in der Tasche, gab Taylors unglückliche Aktion den Gästen noch eine Chance.

Rodgers hielt das Spielgerät lange genug, bis seine Receiver in die Endzone gesprintet waren. Er warf den Ball wohl so weit und hoch wie er konnte - und sein Tight End antizipierte und sprang im richtigen Moment, um das Play zu vollenden.

Die Rodgers retten Packers

"Großartig, bei so einem Spiel dabei gewesen zu sein. Wir haben einen solchen Sieg gebraucht", sagte Coach Mike McCarthy.

Der nicht für möglich gehaltene Gamewinner könnte die ganze Saison der Packers gerettet haben.

Mit dem Sieg könnten sie am Ende des Wochenendes in der NFC North wieder an Position eins stehen, die Playoffs scheinen wahrscheinlich. Bei einer Niederlage hätte es neben unangenehmen Fragen auch große Zweifel an einer Teilnahme an der Endrunde gegeben.

Dem doppelten Rodgers sei Dank.

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