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AFC Championship - New England Patriots v Denver Broncos
Peyton Manning ist mit den Denver Broncos zurück im Super Bowl © Getty Images

München - Manning setzt sich mit Denver im dramatischen Duell der Superstars gegen Bradys Patriots durch. Ein Kicker patzt fatal, auch Vollmer macht keine gute Figur. Am Ende wirds wahnsinnig.

Die lebende Legende Peyton Manning ist zurück im Super Bowl.

Der Star-Quarterback hat sich mit seinen Denver Broncos in einem höchst dramatischen AFC-Finale mit 20:18 gegen die New England Patriots von Tom Brady und Sebastian Vollmer durchgesetzt.

Für den Champion aus der Nähe von Boston ist der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung dagegen geplatzt. (Der Krimi zum Nachlesen im TICKER)

Für Denver geht es beim Jubiläum am 7. Februar in Santa Clara/Kalifornien um den dritten Gewinn der Vince Lombardi Trophy. Manning steht in seiner Karriere zum 4. Mal im Endspiel. 

Dramatische Schlussphase in Denver

Die Schlussphase in Denver war dabei an Dramatik kaum zu überbieten. New England scheiterte beim Stand von 18:20 Sekunden vor Schluss mit dem Versuch einer Two-Point-Conversion, die zur Verlängerung geführt hätte.

Schon vorher war es Brady nur durch einen Verzweiflungspass im 4. Versuch und über 40 Yards auf Gronkowski gelungen, den letzten Drive überhaupt am Leben zu halten.

"Gronk" war es dann auch, der trotz Doppeldeckung mit einem spektakulären Catch noch den Touchdown zum 18:20 fing - ebenfalls im 4. und allerletzten Versuch.

Für die Two-Point-Conversion suchte Brady dann Julian Edelman - der Pass wurde aber abgefangen.

Vollmer und Co. lassen Brady im Stich

So feierte der 39-Jährige Manning im Duell der Quarterback-Legenden gegen den ein Jahr jüngeren Brady einen großen Sieg.

Dem Spielmacher der Broncos gelangen zwei Touchdown-Pässe.

Brady erlebte dagegen einen rabenschwarzen Tag. Seine Offensive Line präsentierte sich gegen die überragende Defense der Broncos erschreckend schwach. 

Auch Vollmer machte nach seiner starken Leistung im Viertelfinalspiel gegen die Kansas City Chiefs (27:20) als "Bodyguard" des Star-Quarterbacks mehrfach keine gute Figur. 

Insgesamt kassierte Brady  gleich vier Sacks und warf unter dem ständigen Druck der Broncos auch noch zwei Interceptions. 

Der Superstar kam am Ende zwar trotzdem auf 310 Yards und einen Touchdown, muss aber mindestens ein Jahr auf seinen fünften NFL-Titel warten.

Fataler Fehler von Maschine Gostkowski

Dass die Patriots überhaupt mit dem Verzweiflungspass für die Two-Point-Conversion gehen mussten, statt den wesentlich einfacheren Extrapunkt nach dem Touchdown zu kicken, lag am fatalen Fehler eines Mannes, der sonst wie eine Maschine funktioniert: Stephen Gostkowski.

Denn der Kicker jagte nach New Englands Touchdown zum 6:7 im 1. Viertel den Ball beim Extrapunkt vorbei - nachdem er zuvor 523 Versuche in Folge getroffen hatte! Ein Fehler, der am Ende teuer wurde.

Denn Manning - dem von Kritikern bisher immer vorgeworfen wurde, dass er in den Playoffs nicht abliefert -leistete sich nicht eine Interception und warf sein Team in der ersten Hälfte mit zwei Touchdowns auf Tight End Owen Daniels auf Siegkurs.

Den Rest erledigten Denvers knallharte Verteidiger, die den Ruf der Broncos als beste Defense der NFL gegen die so hoch gehandelte Offense der Patriots eindrucksvoll bestätigten.

Und so fehlte New England am Ende genau dieser eine Punkt, den Gostkowski im ersten Viertel am Pfosten vorbeigejagt hatte.

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