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Lindsey Vonn ist über die vielen Abgänge bei den Denver Broncos nicht begeistert
Lindsey Vonn ist über die vielen Abgänge bei den Denver Broncos nicht begeistert © SPORT1-Grafik Paul Haenel / Getty Images

München - Neben Peyton Manning und Quarterback-Ersatz Brock Osweiler verlassen weitere Eckpfeiler die Broncos. Edelfan Lindsey Vonn schlägt Alarm, der Fokus liegt auf dem MVP.

Peyton Manning? Rücktritt. Brock Osweiler? Unterschrift bei den Houston Texans. Danny Trevathan? Wechsel zu den Chicago Bears. Malik Jackson? Neues Ziel: Jacksonville Jaguars. C. J. Anderson? Angebot von den Miami Dolphins. Ronnie Hillman? Darf gehen.

Den Denver Broncos stehen nur wenige Wochen nach dem Triumph im Super Bowl 50 vor dem Ausverkauf.

Auch wenn die Abgänge teilweise einkalkuliert waren und das Hauptaugenmerk weiterhin auf Von Miller gerichtet ist - Denver ist trotz des Titels alles andere als sorgenfrei.

Edelfan Vonn bedient

Diesen Tweet hat Lindsey Vonn inzwischen wieder gelöscht
Diesen Tweet hat Lindsey Vonn inzwischen wieder gelöscht © twitter.com/lindseyvonn

Die neuesten Entwicklungen brachten sogar Edelfan Lindsey Vonn dazu, ihre Meinung via Twitter kundzutun. "Bitte, Broncos: Könnnen wir aufhören, all unsere Spieler wegzuschicken? Behaltet C.J. Anderson", schrieb der Skistar in einem Tweet, den sie später wieder löschte.

Mannings Abschied war zwar zu erwarten, voreilig wollten die Broncos Osweiler aber nicht zum neuen Quarterback Nummer 1 erklären. Der fehlende Vertrauensbeweis führte nun zur (in Kauf genommenen) Notsituation auf der Spielmacher-Position, wo nur noch Trevor Siemian (ein Einsatz 2015) verbleibt.

Offenbar hatten die Broncos Osweiler "nur" 16 Millionen Dollar pro Jahr angeboten, Houston zahlte 18 Millionen. General Manager John Elway kann mit dem Verlust leben: "Wir stehen zu unserer Philosophie, ein Team aus Spielern aufzubauen, die hier sein wollen."

Fokus auf Miller

Als mögliche neue Hoffnung haben die Broncos per Trade Mark Sanchez von den Philadelphia Eagles, die dafür einen Draftpick erhalten, verpflichtet. Als Spielgestalter waren auch Colin Kaepernick (San Francisco 49ers), Robert Griffin III, der nach seinem Abschied von den Washington Redskins vereinslos ist, und Ryan Fitzpatrick (New York Jets) im Gespräch.

Dem Super-Bowl-Champion waren in gewisser Weise aber auch die Hände gebunden - auch wenn Jackson die Vorgehensweise seines Ex-Teams nicht verstehen kann. "Sie hätten mich, Danny und Brock behalten können, und nun sind wir alle gegangen", so Jackson in der Denver Post: "Ich weiß nicht, was sie machen."

Der Hauptgrund für die Abgänge von Jackson und Trevathan ist Miller, Denvers wichtigste Personalie der Offseason. Der Super-Bowl-MVP ist ebenfalls Free Agent und wurde bereits per "Franchise Tag" für mindestens ein Jahr an den Klub gebunden.

NFL-System verhindert Dynastien

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Doch die Broncos (und Miller) wollen mehr. Der Star-Verteidiger soll langfristig gehalten werden - die Frist läuft am 15. Juli ab. Experten rechnen mit einem rekordverdächtigen Deal. Der Abgang der Rollenspieler wurde deswegen in Kauf genommen.

Elway hatte vor der Free Agency betont, dass er wisse, dass "es ein paar Veränderungen" geben werde. Normalität in einer Liga, die Dynastien nicht gern sieht und durch Regelungen wie den Salary Cap erheblich erschwert.

Dass die bisherigen Entscheidungen der Offseason in einem kleinen Ausverkauf münden, war aber wohl nicht der Plan. Elway steht vor einer persönlichen Meisterprüfung.

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