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Wild Card Round - New York Giants v Green Bay Packers
Odell Beckham jr. war der Nummer-Eins-Pick der New York Giants im Draft 2014 © Getty Images

München - Odell Beckham jr. geht mit den Giants in Green Bay krachend k.o. und lässt seine Wut am Stadion ab. Sein Nachtleben habe damit nichts zu tun, meint der Alaba-Kumpel.

Sport kann gnadenlos sein, eben noch gefeiert, jetzt verspottet.

Der krachende K.o. der New York Giants im NFL Wildcard Game bei den Green Bay Packers war vor allem für Superstar Odell Beckham Jr. ein Desaster. 

Der Lebemann und Kumpel von FC-Bayern-Verteidiger David Alaba lieferte die beste Saison seiner jungen Karriere ab - 99 von 107 Pässen fing der Wide Receiver. Doch an diesem rabenschwarzen Sonntag gelangen ihm bei sieben Versuchen nur drei Catches und 28 Yards Raumgewinn.

Plötzlich der Buhmann

Nun steht der 24-Jährige plötzlich als Hauptschuldiger des jähen Aus eines Titelkandidaten da. 

Mit elf Siegen - der besten Bilanz seit 2008 - erreichten die Giants die Playoffs. Der Kader ist voll von Spielern in ihren besten Jahren. Dazu mit Quarterback Eli Manning einen titelkampferprobten, zweifachen NFL-Champion.

Doch spätestens nach der Halbzeit wurden Beckham und Co. förmlich aus dem eiskalten "Lambeau Field" gefegt.

Die Highlights der Partie im Video:

Der Kater nach der Sause

Der große Kater nach der großen Sause. Am Wochenende zuvor war Beckham gemeinsam mit weiteren Giants-Profis nach Florida gereist, um mit den Chart-Stürmern Justin Bieber und Trey Songz eine rauschende Party auf einem Boot zu feiern.

Was nun natürlich in den sozialen Netzwerken Hohn und Spott nach sich zieht:

Sogar ein eigener Twitter-Account mit dem Namen "Odell Beckhams Boot" existiert.

Von den Schlagzeilen abgelenkt

Beckham wehrte sich nach dem 13:38-Debakel dagegen, seine Leistung auf den Miami-Trip zurückzuführen:

"Das ist so typisch. Es gibt nichts, das das Geschehen von vor sieben Tagen und unserem heutigen Auftritt verbindet. Nichts in der Welt."

Allerdings gab Beckham auch zu, dass die Party und die folgenden Schlagzeilen eine Ablenkung gewesen seien. "Das ist unglücklich, aber so ist die Welt."

Beckham sprach von "harten Erfahrungen" und einem "schrecklichen Gefühl".  "Ich bin sicher es wird eine lange Offseason. Aber am Ende des Tages musst du daran wachsen und lernen, um nie wieder dieses Gefühl zu haben", sagte der 24-Jährige.

Manning nimmt Beckham in Schutz

Quarterback-Routinier Manning nahm den Erstrunden-Pick von 2014 nach der bitteren Niederlage in Schutz: "Odell ist ein emotionaler Mensch. Ich habe ihn mit hängendem Kopf und tief enttäuscht gesehen."

Man sei von ihm "unglaubliche Catches" gewohnt, sagte Manning. "Heute kam er mit den schweren Würfen nicht zurecht. Aber er ist nicht schuld an der Niederlage. Die ganze Offensive hat Schuld", sagte Routinier Manning über Beckham jr.

Beckham ließ seinen Frust derweil am Stadion der Packers ab: Laut ESPN schlug er mit seinem Kopf gegen eine Tür und schlug ein Loch in eine Wand. Die Rechnung dafür wird Beckham noch bekommen.

Die Bilanz der Saison hat er schon am Sonntag erhalten.

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