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San Francisco 49ers v New England Patriots
Aaron Hernandez (l.) beging im Gefängnis Selbstmord © Getty Images

Der Tod von Aaron Hernandez wird offiziell als Selbstmord eingeschätzt. Die Ermittler klären zudem die Verwirrung um das Gehirn des Ex-Footballers auf.

Nach dem Selbstmord des ehemaligen NFL-Stars Aaron Hernandez überlässt dessen Familie sein Gehirn der Forschung. Das gaben Staatsanwaltschaft, Staatspolizei und Gesundheitsministerium in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt. Die Ermittler bestätigten zudem nach einer Autopsie, dass es sich um "Erstickungstod durch Erhängen" handelte.

Der 27-Jährige hatte sich in der Nacht auf Mittwoch in seiner Zelle erhängt und war wenig später im Krankenhaus verstorben.

"Es gab keine Spuren eines Kampfs. Die Ermittler sind sich sicher, dass Herr Hernandez alleine in seiner Zelle war", heißt es in der Mitteilung.

Keine Selbstmordgefährdung

Demnach seien zudem drei Notizen bei einer Bibel gefunden worden, jedoch kein Abschiedsbrief. Hernandez habe auch nicht wegen Selbstmordgefährdung unter Sonderbewachung gestanden.

Die Anwälte des früheren Tight End der New England Patriots hatte den Ermittlern zuvor Verfehlungen vorgeworfen, da sie Hernandez' Leiche ohne Gehirn dem Bestatter überlassen hatten.

Gehirn wird Forschung gespendet

Die Familie stellte jedoch das Gehirn der Boston University zu Forschungszwecken zur Verfügung. Dort wird es im Zusammenhang mit Erkrankungen bei Profisportlern untersucht.

Der frühere Mitspieler von Star-Quarterback Tom Brady saß in Massachusetts wegen Mordes seit 2013 lebenslang hinter Gittern - ohne Chance auf Bewährung.

Dennoch kommt der Selbstmord zu einem überraschenden Zeitpunkt, war Hernandez doch erst vor wenigen Tagen vom Vorwurf des Doppelmordes, den er 2013 verübt haben sollte, freigesprochen worden.

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