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Der Doppelmord-Prozess gegen Ex-Patriot Aaron Hernandez neigt sich dem Ende zu. Der Staatsanwalt hebt in seinem Plädoyer das erschreckend banale Motiv hervor.

Das Verfahren wegen Doppelmordes gegen den früheren NFL-Star Aaron Hernandez hat am Ende noch einmal die schockierenden Details in den Vordergrund gestellt.

Der Staatsanwalt konzentrierte sich in seinem Schlussplädoyer am Donnerstag auf das Motiv des einstigen Tight Ends der New England Patriots.

Mordet Hernandez wegen verschüttetem Getränk?

Hernandez habe "Spaß daran gehabt", seine zwei Opfer zu erschießen. Grund dafür war offenbar ein völlig banaler Vorfall in einem Nachtklub.

Die Opfer hätten im Juli 2012 Hernandez unabsichtlich angerempelt, der daraufhin sein Getränk verschüttet habe.

"Sie wissen, wer der Killer ist. Der gleiche Mann, der die gleiche Art von Gewalt gegen den einzigen Zeugen des Verbrechens, seinen ehemals besten Freund Alexander Bradley, angewendet hat", sagte Staatsanwalt Patrick Haggan.

Jury beginnt Beratung

Bradley - auch Hernandez' früherer Drogendealer - sagte im Prozess unter anderem über die Tat aus. Ihn habe Hernandez kurz nach der Tat in den Kopf geschossen, Bradley überlebte jedoch schwer verletzt.

Die Version der Verteidigung macht Bradley zum Killer - trotz diverser deutlich gegen Hernandez sprechender Indizien.

Hernandez sitzt bereits für einen Mord 2013 lebenslang hinter Gittern, nur drei Wochen nach dem mutmaßlichen Doppelmord unterschrieb er einen neuen 40-Millionen-Dollar-Vertrag bei den Patriots.

Ab Freitag berät sich die Jury, das Urteil wird relativ schnell erwartet.

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