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Marshawn Lynch
Marshawn Lynch blieb während der US-Hymne sitzen © dpa Picture-Alliance

Marshawn Lynch sorgt in der Presason für einen Aufreger. "Beastmode" bleibt bei der US-Hymne sitzen und mampft eine Banane. Sein Coach spricht über die Aktion.

Week 1 der Preseason hat mit einem Aufreger begonnen: Marshawn Lynch ist aus Protest bei der US-Hymne sitzen geblieben.

Während die anderen Spieler und Betreuer seiner Oakland Raiders standen, saß "Beastmode" auf einer Bank und aß entspannt eine Banane.

Lynch, der in dieser Saison sein Comeback gibt, brachte mit dem stillen Sitz-Protest wahrscheinlich erneut seine Unterstützung für Colin Kaepernick zum Ausdruck.

Lynch spricht mit Trainer über Aktion

Nach dem Spiel sprach der Runningback selbst nicht mit der Presse - dafür verriet sein Coach Jack Del Rio, dass er von Lynchs geplanter Sitz-Aktion nichts wusste und wie Lynch seine Aktion gegenüber ihm nach der Partie begründete.

"Ich habe mit Marshawn gesprochen, um sicherzustellen, dass wir auf der gleichen Wellenlänge liegen. Er hat gesagt: 'Das ist etwas, was ich seit elf Jahren tue. Das ist keine Form von irgendetwas, außer, dass ich ich selbst bin'", sagte Del Rio.

Der Trainer fuhr fort: "Daraufhin sagte ich ihm, ihn so zu respektieren wie er ist. Er soll sein Ding machen und wir das unsere. Für uns ist das kein Thema", so Del Rio über seinen neuen Running Back."

Mitspieler: Team unterstützt Lynch

Seltsamerweise ist dies jedoch bisher noch niemand aufgefallen. Bleibt die Frage: Hat bisher nur niemand darauf geachtet oder hat Lynch seinen Coach angeflunkert? 

Immerhin sagte Lynchs Mitspieler E.J. Manuel, dass das Team ihn unterstützt und das dies "mehr eine persönliche Entscheidung" von Lynch war.

Lynch kam bei der 10:20-Niederlage der Raiders gegen die Arizona Cardinals nicht zum Einsatz.

Kaepernick protestiert als erster Spieler

Kaepernick war der erste NFL-Spieler, der während der US-amerikanischen Nationalhymne nicht aufgestanden war, um damit gegen die Polizeigewalt und Rassendiskriminierung zu protestieren.

Der Quarterback erhielt danach allerdings Morddrohungen und der heutige US-Präsident Donald Trump riet ihm sogar dazu, das Land zu verlassen.

Lynch war damals nicht in der NFL, hatte aber jüngst seine Unterstützung für Kaepernick zum Ausdruck gebracht, der als Free Agent bisher vergeblich ein neues Team sucht.

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