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Arizona Coyotes v Washington Capitals
Alexander Owetschkin spielt seit 2005 bei den Washington Capitals © Getty Images

Die NHL hat eine Unterbrechung für die Olympischen Winterspiele 2018 abgelehnt. Superstar Alexander Owetschkin kündigt an, dennoch in Pyeongchang zu spielen.

Eishockey-Superstar Alexander Owetschkin will auch nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen der nordamerikanischen Profiliga NHL und dem IOC bei Olympia 2018 in Pyeongchang spielen.

"Ich habe meine Meinung nicht geändert und werde sie auch nicht ändern", sagte der russische Starstürmer der Washington Capitals am Dienstag in einem Pressegespräch vor dem Auswärtsspiel in Toronto. Damit steht die NHL vor einer Zerreißprobe.

"Jeder will bei Olympia spielen, es ist die größte Gelegenheit deines Lebens. Und wenn dann jemand sagt, du fährst nicht, dann kümmert mich das nicht. Ich fahre einfach", sagte der 31-Jährige.

Owetschkin will auch ein Pokerspiel der NHL nicht ausschließen: "Erst wenn der Spielplan für die Saison 2017/18 da ist und feststeht, dass während Olympia keine Pause eingelegt wird, wissen wir, dass sie nicht bluffen." 

Auch DEB-Präsident Franz Reindl rechnet mit NHL-Profis in Pyeongchang. "Es ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen", sagte Reindl: "Natürlich wollen die Spieler hin. Es gibt Klubeigner, die schon gesagt haben, dass sie ihre Spieler abstellen werden."

Team-Boss unterstützt Owetschkin

Nach zähen Verhandlungen hatte die NHL am Montag einer notwendigen Unterbrechung der Saison 2017/18 eine Absage erteilt. "Wir betrachten die Sache damit als offiziell abgeschlossen", hieß es in der Mitteilung. Vor allem die Klub-Besitzer hatten sich gegen eine Olympia-Teilnahme ihrer Stars ausgesprochen.

Allerdings hat Owetschkin seinen Klub-Boss auf seiner Seite. Ted Leonsis, Mehrheits-Eigner der Capitals, hatte bereits im Dezember angekündigt, die Olympia-Pläne seines Topstars zu unterstützen. "Er hat unserer Organisation so viel gegeben, und ich würde respektieren, was er tun will", hatte Leonsis gesagt.

Don Fehr, Chef der Spieler-Organisation NHLPA, sagte derweil, dass er damit rechne, dass die Liga derartige Ausnahmeregelungen für Spieler-Freigaben durch einzelne Klubs verbieten werde - mit welchen Mitteln auch immer.

Die NHLPA als Vertretung der NHL-Profis hatte sich in einer Erklärung "außerordentlich enttäuscht" über das generelle Olympia-Aus gezeigt. 

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