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Die deutschen Herren wurden 2012 in London Olympia-Fünfter
Die deutschen Herren wurden 2012 in London Olympia-Fünfter © imago

Kattowitz - Deutschland rehabilitiert sich nach der Auftaktpleite gegen Brasilien und lässt Kuba keine Chance. Georg Grozer überragt alle.

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft hat gegen "Lieblingsgegner" Kuba den ersten Sieg bei der Weltmeisterschaft in Polen eingefahren und Kurs auf die zweite Gruppenphase genommen.

Das Team von Bundestrainer Vital Heynen gewann in Kattowitz klar mit 3:0 (25:16, 25:21, 25:19).

"Der Aufschlag war heute sehr wichtig, da haben wir viel Druck gemacht. Das war für uns ein gutes Spiel. Es war hart, direkt am Anfang gegen Brasilien zu spielen. Wir konnten einfach nicht ins Spiel kommen. Wir haben uns gegen Kuba wieder auf uns konzentriert und unser Spiel durchgebracht", sagte Polen-Legionär Denys Kaliberda, der gegen die Kubaner den zweiten Matchball verwandelte.

Grozer nicht zu stoppen

Vor rund 3500 Zuschauern in der Spodek Arena zeigte sich die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), die in Polen die erste deutsche WM-Medaille seit 44 Jahren gewinnen will, im Vergleich zur Auftaktpleite gegen Brasilien (0:3) stark verbessert.

Angeführt vom überragenden Diagonalangreifer Georg Grozer ging das Team selbstbewusst und konzentriert in das Duell mit dem Vizeweltmeister. Trotz des ein oder anderen Aufschlagfehlers zu Beginn hatte das Heynen-Team den Gegner stets im Griff.

Grozer verwandelte bereits nach 22 Minuten den ersten Satzball für die deutsche Auswahl, die auch in der Abwehr um den glänzend aufgelegten Libero Ferdinand Tille überzeugte.

Auszeit von Heynen bringt Deutschland zurück

Nach einer Drangphase der Kubaner in der Mitte des zweiten Satzes nahm Heynen eine Auszeit und fand die richtigen Worte. Deutschland zog erneut ein wenig davon. Am Ende brachte das DVV-Team den zweiten Satz durch einen erfolgreichen Block von Max Günthör und Kaliberda nach Hause.

Die stark verjüngte kubanische Auswahl kam zwar in der Folge besser ins Spiel, fand aber nach wie vor kein Rezept gegen die wuchtigen Angriffe von Grozer auf rechts und Kaliberda auf links.

Somit ging auch der dritte Vergleich mit den Kubanern in Serie an das deutsche Team, das Platz zwei in der Gruppe B anpeilt und dabei so viele Punkte wie möglich mit in die nächste Phase nehmen will.

"Das ist die Herausforderung. Das Turnier fängt für uns erst jetzt richtig an", hatte der Coach schon vor dem Spiel gesagt.

Duelle mit Außenseiter stehen an

Während die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) nach einer durchaus erwarteten Pleite zum Start in die Erfolgsspur zurückkehrte, stehen die unerfahrenen Kubaner nach einer überraschenden Auftaktniederlage gegen Finnland bereits unter Druck.

Um es zunächst in die zweite Gruppenphase zu schaffen, muss das DVV-Team zwei von sechs Teams hinter sich lassen.

Bis Sonntag stehen auf dem Weg dorthin nach dem Kuba-Match noch Duelle mit Außenseiter Tunesien (Freitag, 16.30 Uhr), Finnland (Samstag) und Südkorea (Sonntag) auf dem Programm.

Das Finale findet am 21. September in Kattowitz statt.

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