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Dennis Hefter debütierte in der Saison 2012/13 mit dem VC Olympia Berlin in der Bundesliga
Dennis Hefter debütierte in der Saison 2012/13 mit dem VC Olympia Berlin in der Bundesliga © imago

Leuna - Der Tod von Dennis Hefter auf den Bahngleisen beschäftigt Polizei und Rechtsmedizin. Der Zugführer hat einen Hinweis. An der Unglückstelle steht eine Karte der Mitspieler.

Der Unfalltod von Volleyball-Profi Dennis Hefter auf den Gleisen in Leuna beschäftigt die Polizei Saalekreis weiterhin.

Auf dem Heimweg vom Training hatte der 21-Jährige am späten Montagabend, anstatt die Unterführung zu durchqueren, den Weg über die Bahngleise genommen und war "von einem ICE erfasst worden", sagte Polizeisprecher Jürgen Müller zu SPORT1.

Zeugen für den Unfall habe es keine gegeben, sodass "wahrscheinlich nicht geklärt werden kann", warum Hefter diese Abkürzung einschlug.

Der Libero des CV Mitteldeutschland, der mit Siebenkämpferin Carolin Schäfer liiert war und 2013 vom VC Olympia Berlin nach Spergau gewechselt war, könnte den Zug überhört haben, da er offenbar einen Kopfhörer trug. "Das will der Zugführer erkannt haben", teilte Müller mit.

Die Identität der Leiche soll nun von der Rechtsmedizin abschließend überprüft werden. Dann werde der Fall der Staatsanwaltschaft übergeben.

Seine Mitspieler vom CVM legten an der Unglücksstelle weiße Rosen und einen Volleyball, auf den sein Vorname geschrieben ist, nieder. Daneben eine Karte: "In tiefer Trauer. Wir kämpfen weiter, so wie Du es immer getan hast! Wir werden Dich vermissen!"

"Die Mannschaft und der Verein sind voller Trauer und geschockt über diesen tragischen Unfall. Der Chemie Volley Mitteldeutschland ist in Gedanken bei Dennis' Familie", teilte der Bundesligist am Dienstag mit.

Auch der Deutsche Volleyball-Verband trauert um "tollen Spieler und lebensfrohen jungen Mann", den Bundestrainer Vital Heynen vor eineinhalb Jahren erstmals in die Nationalmannschaft berief. Ein Länderspiel hat Hefter allerdings nicht bestritten.

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