vergrößernverkleinern
Die Mannschaft des VfB Friedrichshafen
Pokalsieger: Die Mannschaft des VfB Friedrichshafen © imago

Der VfB Friedrichshafen lässt Aufsteiger SV Lüneburg im Pokalfinale nicht den Hauch einer Chance. Der Liga-Neuling findet gegen den deutschen Rekordsieger einfach keine Mittel

Rekord-Titelträger VfB Friedrichshafen hat seinen 13. Pokalsieg perfekt gemacht.

Im westfälischen Halle setzte sich der haushohe Favorit locker mit 3:0 (25:13, 25:13, 25:18) gegen Aufsteiger SVG Lüneburg durch.

Friedrichshafen sicherte sich mit dem Erfolg den 13. Titel binnen 17 Jahren.

"Die ganzen letzten Wochen hieß es immer, ihr seid der Favorit, das war nicht einfach für uns. Deswegen muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen", sagte Friedrichshafens Erfolgstrainer Stelian Moculescu.

"Der Gegner war einfach zu gut heute. Wir haben uns über die Saison einige Spielweisen und Stärken angeeignet, da hat Friedrichshafen sehr gut gegengearbeitet", sagte Lüneburgs Coach Stefan Hübner: "Wir werden mit unseren Fans trotzdem groß feiern, weil diese Geschichte so einmalig ist für uns."

Nach einer Schweigeminute für den Anfang der Woche verunglückten Libero Dennis Hefter (CV Mitteldeutschland) dominierte Rekordtitelträger Friedrichshafen den Außenseiter von Beginn an. Die Lüneburger fanden nicht zu ihrem Spiel.

Noch bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende hatten die Norddeutschen die Partie gegen den VfB (1:3) am letzten Hauptrundenspieltag der Bundesliga lange offen halten können, vor der lautstarken Kulisse von 10.500 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion gelang dies nicht. Die Mannschaft von Trainer Stefan Hübner konnte an die sehr guten Leistung aus der Liga nicht anknüpfen.

Erst im dritten Durchgang ärgerte der Underdog den Rekordtitelträger zumindest ein bisschen und gestaltete den Satz etwas enger: "Das wir da mitspielen konnten, hat mich sehr gefreut. Aber dann kamen wieder ein, zwei unglückliche Aktionen", sagte Hübner.

Trotz der Niederlage ließen die zahlreichen mitgereisten Fans der Lüneburger ihre Mannschaft nach Spielende minutenlang hochleben. "Wir werden mit unseren Fans trotzdem groß feiern, weil diese Geschichte so einmalig ist für uns" sagte Hübner.

Für den Hauptrunden-Vierten aus Lüneburg war es der erste Auftritt im Pokalfinale, Friedrichshafen hingegen konnte den bereits den sechsten von insgesamt 13 Titeln in Halle gewinnen.

Seit 2006 werden die Pokalendspiele dort ausgetragen, am Sonntag fand die zehnte Auflage statt. Im Frauen-Endspiel trifft Allianz MTV Stuttgart auf die Ladies in Black Aachen (ab 15.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

Video
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel