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Arnd Peiffer und Simon Schempp jubeln in Ruhpolding
Arnd Peiffer und Simon Schempp erzielen in Ruhpolding ein Topergebnis © Getty Images

Ruhpolding - Simon Schempp und Arnd Peiffer schaffen es beim Heim-Weltcup in Ruhpolding zusammen auf das Podest. Sie müssen sich nur einem Norweger geschlagen geben.

Im dichten Flockenwirbel von Ruhpolding strahlten Simon Schempp und Arnd Peiffer auf dem Podium um die Wette. Mit den Plätzen zwei und drei bescherte das Duo den deutschen Biathleten beim Heim-Weltcup in Ruhpolding nicht nur die zweite doppelte Podestplatzierung des WM-Winters.

Der frühere Weltmeister Peiffer knackte im Sprint über 10 km außerdem als letzter der deutschen Top-Athleten die Norm für die WM im finnischen Kontiolahti (5. bis 15. März).

"Mannschaftsergebnis ist der Wahnsinn"

"Ich habe heute einen super Tag erwischt und bin gut über die Strecke gekommen. Mit so einem Mannschaftsergebnis ist das der Wahnsinn", sagte Schempp in der "ARD". Der Uhinger musste sich lediglich dem ebenfalls fehlerfreien Norweger Johannes Thingnes Bö mit 24,5 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Peiffer, der sich einen Patzer geleistet hatte, ergänzte: "Ich habe mich riesig gefreut, dass es so geklappt hat. So ein Ergebnis gibt es nicht alle Tage. Das ist eine tolle Sache für das ganze Team." (DATENCENTER: Weltcup-Stand)

Während Schempp auf seiner Heimstrecke seinen dritten Weltcupsieg nur knapp verpasste und es bereits zum dritten Mal in diesem Winter auf den zweiten Rang schaffte, sicherte sich Peiffer mit 57,9 Sekunden Rückstand erstmals in dieser Saison den Sprung auf das Stockerl. "Ich habe heute gar nicht so sehr über die Norm nachgedacht, vielleicht war das genau richtig", sagte Peiffer. Der 27-Jährige hatte in den vergangenen Wochen nur selten seine Leistung abrufen können, vor 14.000 begeisterten Zuschauern in der Chiemgau Arena platzte nun der Knoten.

Böhm zeigt Größe, Peiffer profitiert

Dabei hatte Peiffer auch von einer noblen Geste seines Teamkollegen Daniel Böhm profitiert, der freiwillig auf sein Recht verzichtete, vor Peiffer die Startgruppe auszuwählen. Erst dadurch war es dem gebürtigen Niedersachsen möglich, früh ins Rennen zu gehen. "Mich hat das fast ein wenig gerührt, das ist im Profisport sicher nicht alltäglich. Dafür werde ich mich bei Daniel auch besonders bedanken", sagte Peiffer (SERVICE: Rennkalender Biathlon).

Nach den Plätzen zwei und drei für Schempp, der auf Rang vier im Gesamtweltcup kletterte, und Andreas Birnbacher im Sprint von Hochfilzen standen bereits zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Deutsche auf dem Treppchen. Das beste deutsche Mannschaftsergebnis der Saison machten Benedikt Doll (Breitnau/1) auf Rang sechs und Daniel Böhm (Buntenbock) auf Platz neun komplett.

Nur Birnbacher enttäuscht

"Mit einem Fehler wusste ich, dass es ganz gut ist. Mich hat gefreut, dass ich wieder eine stabile Leistung zeigen konnte", sagte Doll, der das beste Weltcupresultat seiner Karriere schaffte. Schon in der Vorwoche hatte der 24-Jährige in Oberhof mit zwei achten Rängen geglänzt.

Der Olympiazweite Erik Lesser (Frankenhain/1) schaffte es als 25. mit einer durchwachsenen Laufleistung auch noch unter die Top 30, einzig Routinier Andreas Birnbacher (Schleching/5) enttäuschte mit einer schwachen Vorstellung am Schießstand auf Platz 68.

Zum Abschluss des Weltcups im Chiemgau stehen am Sonntag (ab 12. 30 Uhr/ARD) die Massenstartrennen auf dem Programm. In der kommenden Woche zieht der Tross der Skijäger weiter ins italienische Antholz.

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