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Stella Heiß
Stella Heiß tritt bei der WM in Japan mit dem Team aus Füssen an © IMAGO

Vorgabe erfüllt und viel Erfahrung gewonnen: Die deutschen Curlerinnen haben nach zwei Niederlagen am Schlusstag der WM in Sapporo/Japan den achten Platz belegt und damit die Erwartungen des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) erfüllt.

Dieser hatte eine Platzierung zwischen Rang acht und zehn als Ziel genannt.

Die Leistungen der neu zusammengestellten Mannschaft um Skip Daniela Driendl aus Füssen waren in der Olympiastadt von 1972 insgesamt zu schwankend, um sich noch weiter oben zu positionieren. Der Donnerstag lieferte dafür das beste Beispiel.

Zunächst mussten sich Driendl und Co. dem haushohen Favoriten Kanada um Olympiasieger-Skip Jennifer Jones erst nach einem Extra-End mit 5:7 geschlagen geben. Anschließend setzte es gegen Gastgeber Japan ein klares 5:10. Entscheidend war das siebte End mit einem Verlust von vier Steinen.

Dies war die fünfte Niederlage in Serie für die deutsche Mannschaft. Zuvor war dem DCV-Team mit einer Bilanz von 4:2-Siegen ein glänzender Start ins Turnier geglückt. Dazu gehörte auch ein Sieg gegen den Olympiazweiten Schweden.

Für Thomas Lips stand Sapporo aber in erster Linie unter dem Motto "Erfahrung sammeln". Der Bundestrainer meinte: "Diese Spiele sind für unsere Mädels Gold wert. Dass sie auf diesem Eis, bei einem solchen Wettkampf gegen derartige Top-Teams spielen können, bringt sie extrem weiter!"

In Sapporo ging es für die deutschen Frauen noch nicht um Punkte für die Olympia-Qualifikation, auch ein Abstieg war nicht möglich. Punkte für die Winterspiele in Pyeongchang 2018 werden ausschließlich bei den kommenden Weltmeisterschaften 2016 und 2017 vergeben.

Für die WM 2016 kann sich Deutschland erst wieder bei der nächsten EM qualifizieren.

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