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Laura Dahlmeier
Laura Dahlmeier feierte in Ruhpolding ihren fünften Weltcupsieg © Getty Images

Dank einer glänzenden Vorstellung fängt Laura Dahlmeier im Verfolgungsrennen in Ruhpolding Gabriela Soukalova noch ab und feiert ihren fünften Weltcupsieg.

Als Laura Dahlmeier den Turbo zündete und mit letzter Kraft eine "Wahnsinns-Schlussrunde" in den Schnee brannte, ließ sie sogar die derzeit beste Biathletin der Welt im Regen stehen.

Spielerisch leicht zog die 22-Jährige an der Tschechin Gabriela Soukalova vorbei, drückte noch ein letztes Mal aufs Tempo und feierte mit 9000 Ruhpoldinger Fans ausgelassen ihren fünften Weltcup-Triumph.

"Was kann es Schöneres geben? Viele Zuschauer sind hier, jeder schaut dir zu. Das ist ein tolles Gefühl", sagte Dahlmeier, nachdem sie in einem "harten Kampf" die Gesamtweltcupführende noch auf den letzten Metern abgefangen hatte: "Ich habe nicht mehr daran geglaubt, sie einzuholen."

13 Sekunden Rückstand sind kein Problem

13 Sekunden Rückstand wies Dahlmeier nach dem letzten Schießen noch auf. Irgendwann aber merkte sie, "wie ich Stück für Stück näher komme. Ich habe den Kopf ausgeschaltet, Vollgas gegeben und versucht, die Lücke zu schließen", sagte Dahlmeier. Es gelang, der Sieg war auch deshalb verdient - und irgendwie wegen des bisherigen Saisonverlaufs vorherzusehen.

Dahlmeier: "Ich mag das sehr"

Mit einer gewohnt souveränen Vorstellung am Schießstand - Dahlmeier verfehlte nur eine Scheibe - und einem "hervorragenden Ski" untermauerte die Staffel-Weltmeisterin einmal mehr, dass die Hetzjagd über 10 km genau ihr Ding ist. "Ich mag das sehr, das Rennen ist sehr speziell", sagte Dahlmeier, die alle ihrer drei Saisonerfolge in der Verfolgung eingefahren hat. 

Hildebrand fällt zurück

Sprint-Siegerin Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) konnte anders als Dahlmeier nicht an ihre tolle Vorstellung vom Freitag anknüpfen und wurde Neunte - für Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig aber kein Problem. "Es ist wirklich eine tolle Situation, dass immer eine durchkommt", sagte der 57-Jährige. Der umjubelten Siegerin attestierte Hönig "ein sehr gutes Niveau und hervorragende kämpferische Qualitäten. Das war eine Wahnsinns-Schlussrunde, man hat richtig gesehen, wie selbstbewusst sie ist."

Drittbeste Ahtletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) war Vanessa Hinz (4) auf dem 29. Rang. Miriam Gössner (4) wurde 38., Maren Hammerschmidt (3) kam auf Rang 42, Luise Kummer (2) auf Platz 51.

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