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Axel Jungk wurde bei der WM Vierter
Axel Jungk wurde bei der WM Vierter © Getty Images

Deutschlands bester Skeleton-Pilot Axel Jungk hat die erste WM-Medaille seiner Karriere verpasst.

Der 24-Jährige belegte bei den Titelkämpfen in Igls am Freitag den vierten Platz, nach vier Läufen fehlten ihm mehr als sieben Zehntel auf das Podest. Der lettische Ausnahmepilot Martins Dukurs holte mit drei Bahnrekorden souverän seinen vierten WM-Titel. Mit 1,13 Sekunden Rückstand gewannen Olympiasieger Alexander Tretjakow aus Russland und der Südkoreaner Yun Sungbin zeitgleich die Silbermedaille.

"Ein vierter Platz ist immer enttäuschend und der Abstand ist extrem", sagte der Deutsche: "Es gibt noch viel zu tun für mich."

Jungk hatte in jedem Lauf Zeit auf seine Hauptkonkurrenten verloren, schon zur Halbzeit der Wettkämpfe war er im Kampf um eine Medaille auf Fehler seiner Gegner angewiesen. Die blieben jedoch aus. Jungk übte indes auch Kritik an den Bahnarbeitern, denen er ungeschickten Umgang mit dem teilweise starken Schneefall vorwarf.

"Das war schlecht organisiert und deshalb leider unfair", sagte Jungk in der ARD, nachdem er im dritten Lauf weiter zurückgefallen war: "Die Bahnarbeiter haben am Start Mist gebaut. Ich hatte schon die Freigabe, und die haben hinten immer weitergefegt. Dadurch war die Spur vorne schon wieder voll, als ich dann endlich starten konnte."

Bundestrainer Jens Müller relativierte dies allerdings: "Es waren schwierige Bedingungen, aber wir sind nunmal eine Outdoor-Sportart. Ein Protest wäre nicht berechtigt gewesen. Schlecht war auch, dass Axel sich schon am Start so sehr darüber geärgert hat."

Die weiteren Deutschen holten auf der Olympiabahn von 1976 ebenfalls ordentliche Ergebnisse. Kilian von Schleinitz fuhr auf den siebten Rang, Michael Zachrau wurde letztlich Elfter.

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