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Christoph Langen trat als Bob-Bundestrainer zurück
Christoph Langen trat als Bob-Bundestrainer zurück © Getty Images

Der Nachfolger für den zurückgetretenen Bob-Bundestrainer Christoph Langen ist gefunden. Der DSB befördert seinen bisherigen Assistenten zum Chefcoach.

Ex-Europameister Rene Spies wird am Freitag (8. April) neuer Chef-Bundestrainer im deutschen Bobsport. Dies bestätigte Thomas Schwab, der Generalsekretär und Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbandes (DBS).

Demnach wird der 42-jährige Spies auf der Präsidiumssitzung in Berchtesgaden zum Nachfolger von Christoph Langen ernannt. Der zweimalige Olympiasieger hatte seinen Posten nach sechs Jahren zu Wochenbeginn zur Verfügung gestellt.

Rene Spies hatte bislang als Bundestrainer an der Seite von Christoph Langen gearbeitet. Spies leitete bereits am Mittwoch die Sitzung des DBS-Trainerrats, bei der auch Langen anwesend war. An seiner Berufung zum "Chef" gibt es laut Schwab "keinen Zweifel. Ich habe jedenfalls keine kritischen Stimmen gehört."

Der Vertrag mit Rene Spies geht vorerst bis Ende 2018. Im letzten Jahr finden die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang statt. Der Winterberger Spies steht in Südkorea unter Druck.

Nach der historischen Pleite von Sotschi 2014, als die deutschen Piloten erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille geblieben waren, soll 2018 der Weg zurück in die olympische Erfolgsspur gefunden werden.

Hauptgrund für Langens Rückzug war das "ewige Spannungsverhältnis" mit der Materialschmiede FES, das in Sotschi eskaliert war. "Wenn man vier Jahre lang kämpft, um etwas auf den Weg zu bringen und immer wieder gegen die Wand rennt, muss man sehen, was man tun kann, um der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben", hatte Langen zu den Hintergründen erklärt.

Der 54-Jährige wird künftig beim Schweizer Verband als Nachwuchstrainer arbeiten.

Für seinen Nachfolger Spies sind es große Fußstapfen, in die er zu treten hat. Als Pilot war er ungleich erfolgloser als sein bisheriger Chef Langen. 2001 holte er im Zweier immerhin den Gesamtweltcup und zwei Jahre später EM-Gold.

Bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin landete er im Vierer auf dem fünften Platz, vier Jahre zuvor in Salt Lake City war er im zweier Sechster geworden.

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