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Alexander Subkow
Trotz Doping-Verdacht wird Alexander Subkow neuer Präsident des russischen Bobverbands © Getty Images

Doppel-Olympiasieger Alexander Subkow übernimmt trotz der jüngsten Doping-Anschuldigungen das höchste Amt im russischen Bobsport.

Wie der Weltverband IBSF am Donnerstag bestätigte, wurde der 41-Jährige zum neuen Präsidenten des nationalen Bob- und Skeleton-Verbandes gewählt.

"Profis aus der Welt des Sports sollten im nationalen Sport die tragenden Rollen spielen", wird Russlands Sportminister Witali Mutko in der Zeitung Sowjetski Sport zitiert: "Der Bobsport ist sehr technisch, und Subkow weiß in dieser Hinsicht alles."

Vor drei Wochen hatte der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, Gregori Rodtschenkow, in der New York Times schwere Vorwürfe gegen das russische Team während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi erhoben.

Rodtschenkow sprach von einem staatlichen Dopingsystem, zudem sollen Dutzende russische Sportler, darunter mindestens 15 Medaillengewinner, gedopt an den Start gegangen sein. Neben Subkow wurden in dem Bericht auch Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow und Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow namentlich genannt.

Sie alle wiesen die Anschuldigungen zurück. "Dies ist eine Verleumdung der russischen Athleten und gegen mich besonders", sagte Subkow: "Ich habe an fünf Olympischen Spielen teilgenommen und drei Medaillen gewonnen. Jedes Mal habe ich Doping-Kontrollen absolviert."

Der Posten des Verbandspräsidenten war vakant, nachdem Georgy Bedschamow Russland im vergangenen Winter verlassen hatte, um in Europa politisches Asyl zu suchen. Er soll sich momentan in Monaco aufhalten. Bedschamow, Mitinhaber der Vneschprombank, reiste aus, nachdem das Finanzhaus Mitte Dezember unter die Kontrolle der russischen Zentralbank gestellt worden war.

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