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Franziska Preuß wurde im Massenstart Sechste
Franziska Preuß ließ in Oberhof mit Rang vier aufhorchen © getty

Der Deutsche Skiverband (DSV) will Oberhof bei einer möglichen Bewerbung für die Biathlon-Weltmeisterschaften 2020 oder 2021 mit aller Kraft unterstützen.

"Ich betrachte das aus der Sicht des Sports. So eine WM muss kommen, ansonsten können wir so viele Maßnahmen ergreifen, wie wir wollen", sagte DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger am Samstag am Rande des Weltcups in Oberhof (LIVE-TICKER).

Für die Funktionärin liegen die Vorteile einer Bewerbung auf der Hand. Durch diese könnte man in etwa Fördermittel erhalten, "dies es uns erlauben, Sportstätten zu erneuern und diese für die Bedürfnisse der Sportler adäquat herzurichten."

Für einen Verband wie den DSV seien dies "ganz wichtige Maßnahmen" und eine WM-Bewerbung daher "absolut richtig."

Bei den Biathleten sieht Orgeldinger trotz der bislang "absolut zufriedenstellenden Ergebnisse" noch Luft nach oben.

"Wir haben sehr akribisch daran gearbeitet, dass unsere Konzepte greifen. Dies ist noch nicht in allen Facetten gelungen", sagte Orgeldinger am Samstag

Die DSV-Athleten hätten zwar "die ein oder andere gute Platzierung" verbucht, das Potenzial im Team sei für Orgeldinger allerdings noch nicht voll ausgeschöpft. "Wir sind noch nicht dort angekommen, wo wir hinwollen", sagte sie.

Während die Männer es im nacholympischen Winter zwar schon auf das Podest geschafft haben, blieb ein Platz unter den ersten drei den Frauen zumindest in Einzelrennen bislang verwehrt.

"Ich bin aber davon überzeugt, dass dies bei den Frauen in nicht allzuferner Zeit ebenfalls eintreten wird", sagte Orgeldinger.

Ihre Einschätzung begründete sie vor allem mit dem schon routinierten Auftreten der jungen deutschen Frauen, die mit der Staffel in Hochfilzen zum Sieg gelaufen waren.

"Da haben sie alles richtig gemacht. Dass sie in diesem Alter schon in dieser Professionalität agieren", lobte Orgeldinger, "ist schon aller Ehren wert."

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