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Magdalena Neuner Sonne
Magdalena Neuner beendete vor knapp drei Jahren ihre Biathlon-Karriere © Getty Images

Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner traut den erstarkten deutschen Biathleten bei der WM in Kontiolahti Medaillen und Titel zu.

"In den Einzelrennen gibt es mehrere Kandidaten, die Medaillen holen können - vielleicht sogar Goldmedaillen", sagte Neuner. "Sicher möchte ich keinen Druck aufbauen, aber ich finde, Medaillen mit den Staffeln sind nach diesen tollen Rennen schon fast ein Muss."

Vor dem WM-Start mit der Mixedstaffel am Donnerstag (17.15 Uhr im LIVETICKER) in Finnland zeigte sich die 27-Jährige aus Wallgau begeistert von den jüngsten Auftritten ihrer Nachfolger.

"Ich bin ziemlich optimistisch. Ich finde, dass das Team gerade viele tolle Rennen gemacht hat. Arnd Peiffer und Simon Schempp haben zuletzt gezeigt, dass sie gewinnen können, genauso Laura Dahlmeier", sagte die Doppel-Olympiasiegerin von Vancouver: "Das macht im Moment großen Spaß als Biathlon-Fan."

Nach Neuners Rücktritt vor knapp drei Jahren wurde bereits der Niedergang des Biathlon in Deutschland prophezeit, nach schwachen Olympischen Spielen 2014 in Sotschi geht es nun aber wieder bergauf.

"Ich finde, dass das junge Team das trotz der ganzen Diskussionen sehr gut macht und unbeirrt seinen Weg geht. Sie machen sportlich und mental einen guten Eindruck, deswegen würde ich mir nicht anmaßen, von außen Tipps zu geben", sagte Neuner, die im Vorjahr ihre erste Tochter Verena Anna zur Welt brachte.

Obwohl "Gold-Lena" nach zwölf WM-Titeln und drei Gesamtweltcupsiegen längst mit ihrer Karriere abgeschlossen hat, wird sie weiterhin oft auf ein mögliches Comeback angesprochen.

"Das kommt noch recht häufig vor und wundert mich schon", sagte die 34-malige Weltcupsiegerin: "Aber es ist einfach so, dass ich komplett mit dem aktiven Biathlonsport abgeschlossen habe. Das war eine bewusste Entscheidung."

Vor der WM in Kontiolahti, bei der elf Entscheidungen anstehen, ist Neuner die bislang letzte deutsche Einzel-Weltmeisterin. 2012 hatte sie in Ruhpolding den Titel im Sprint gewonnen, ehe sie wenige Wochen später ihre Karriere beendete.

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