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IKK classic Biathlon World Team Challenge 2015
Vanessa Hinz zeigte sich von der Skiparty auf Schalke schwer beeindruck © Getty Images

Simon Schempp und Vanessa Hinz sichern sich bei ihrem Debüt bei der Gelsenkirchener World Team Challenge einen Podestplatz und sind begeistert. Ein französisches Duo siegt.

Simon Schempp winkte ins begeisterte Publikum, dann fiel er seiner Partnerin Vanessa Hinz in die Arme: Die Staffel-Weltmeister haben einen Heimsieg bei der 14. World Team Challenge der Biathleten in Gelsenkirchen zwar knapp verpasst, doch mit Platz drei bei ihrem Debüt im Schalker Fußball-Tempel waren Schempp und Hinz (Schliersee) sehr zufrieden.

"Es war richtig cool. Es hat einfach riesigen Spaß gemacht", sagte Schempp, der sich gemeinsam mit Hinz mit einer Prämie von 20.000 Euro trösten konnte.

Hinz, die kurzfristig für die erkrankte Staffel-Weltmeisterin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) eingesprungen war, zeigte sich von der Atmosphäre bei der größten Skiparty im Ruhrgebiet ebenfalls begeistert: "Ich war am Anfang sehr nervös. Es war der Wahnsinn".

Französisches Team beweist Nervenstärke

Der Sieg in dem mit 156.000 Euro dotierten Mixed-Staffel-Wettbewerb ging nach Massenstart und Verfolgung an Doppel-Olympiasieger Martin Fourcade und seine französische Partnerin Marie Dorin-Habert.

Zweite vor rund 40.000 Zuschauern wurden die tschechischen Mixed-Staffel-Weltmeister Gabriela Soukalova/Ondrej Moravec. Die Vorjahreszweiten Erik Lesser/Franziska Hildebrand mussten sich nach einigen Schwächen am Schießstand mit Platz sieben begnügen.

Nervenstark präsentierte sich derweil das französische Duo. Nach dem Massenstart lagen Fourcade/Dorin-Habert noch auf Rang drei, ehe sie sich mit starken Schießeinlagen an die Spitze setzten. "Die Franzosen haben verdient gewonnen, sie haben am Ende ihr Können gezeigt", sagte ARD-Expertin Magdalena Neuner, die sich bei ihrer Rückkehr nach Gelsenkirchen von der fantastischen Stimmung angetan zeigte: "Für die Athleten ist es etwas Besonderes, wie die Fußballer in ein Stadion einzulaufen".

Gute Bedingungen auf Schalke

Die Athleten mussten sich im (künstlichen) Schalker Winterwunderland auf leicht veränderte Bedingungen gegenüber den Vorjahren einstellen. Die Runden waren um rund 100 m verlängert worden, zudem mussten die weltbesten Biathleten einige kleine Anstiege bewältigen. Die neue, etwas breitere Loipe bot zudem mehr Überholmöglichkeiten.

"Die Strecke ist richtig interessant geworden", stellte Cheforganisator Herbert Fritzenwenger zufrieden fest.

Die Party rund um die Arena hatte trotz frühlingshafter Temperaturen schon um 11.00 Uhr mit der Öffnung des Winterdorfes begonnen. Ob bei der Schneeballschlacht-WM oder anderen Aktionen rund um das Thema Biathlon - die Zuschauer konnten schon vor dem Startschuss der World Team Challenge ihr vielfältiges Können unter Beweis stellen.

Sie fanden dabei wie die Athleten gute Bedingungen vor.

Seit den Weihnachtstagen waren über 3500 Kubikmeter Kunstschnee von der Skihalle Neuss nach Gelsenkirchen transportiert worden - und die Strecke hielt.

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