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IBU Biathlon World Cup - Men's and Women's Pursuit
Simon Schempp und die deutsche Staffel rast aufs Podest © Getty Images

Das deutsche Quartett sichert sich im italienischen Antholz den ersten Podestplatz der Saison. Erik Lesser liefert eine tadellose Leistung ab, Benedikt Doll zeigt Nerven.

Die deutsche Männerstaffel ist zum Abschluss des Biathlon-Weltcups im italienischen Antholz zum ersten Mal in dieser Saison auf das Podest gestürmt.

Das Quartett mit Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp belegte nach 4x7,5 km in Südtirol den zweiten Platz und musste sich trotz einer Strafrunde Dolls nur Olympiasieger Russland knapp geschlagen geben. Dritter wurde Norwegen.

Im Ziel ärgerte sich Schlussläufer Schempp maßlos über einen überrundeten Läufer aus Japan, der ihm im letzten Teil der Strecke den Weg versperrte. So konnte er nicht mehr am Russen Anton Schipulin vorbeiziehen und hatte mit einer Sekunde Rückstand das Nachsehen.

"Ich weiß nicht, was da los war. Der Überrundete läuft mitten auf der Strecke, links und rechts schreien die Leute, keine Ahnung, ob der taub ist", sagte Schempp in der ARD: "Wir haben hier eine ordentliche Staffel abgeliefert und sind mit dem zweiten Platz belohnt worden."

Lesser glänzt, Doll patzt

Der glänzend aufgelegte Doppel-Weltmeister Lesser brachte seine Mannschaft dank einer tadellosen Schießleistung schnell in Führung und übergab mit sieben Sekunden Vorsprung auf Doll.

Der 25-Jährige war als einziger des Teams im vergangenen Jahr nicht beim WM-Sieg in Kontiolahti dabei und zeigte beim Stehendschießen Nerven. Doll musste in die Strafrunde und wurde bis auf Platz acht durchgereicht.

Der frühere Staffel-Weltmeister Peiffer übernahm als Fünfter und kämpfte sich ohne Nachlader zwei Plätze nach vorne.

Schempp meldet sich zurück

Schempp, der sich nach seiner Krankheitspause mit den Plätzen eins (Sprint) und zwei (Verfolgung) eindrucksvoll zurückmeldete, kämpfte sich erneut nach ganze vorne und hatte am Ende nur knapp das Nachsehen.

Die Frauen hatten den Weltcup zuvor erstmals in dieser Saison ohne Podestplatz abgeschlossen.

Die ersatzgeschwächte DSV-Staffel in der Besetzung Karolin Horchler, Miriam Gössner, Vanessa Hinz und Franziska Hildebrand lief beim Sieg Frankreichs nach zwei Strafrunden nur auf den zehnten Rang. Zuvor hatten die deutschen Frauen ohne die viermalige Saisonsiegerin Laura Dahlmeier (Erkältung) auch in den Einzelrennen das Podium verpasst.

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