vergrößernverkleinern
Martin Fourcade setzte sich in Ruhpolding im Einzel über 20 km durch
Martin Fourcade setzte sich in Ruhpolding im Einzel über 20 km durch © Getty Images

Ohne Simon Schempp sind die deutschen Biathleten in Ruhpolding chancenlos. Den Sieg über 20 km im Einzel schnappt sich ein Franzose.

Ohne Simon Schempp laufen die deutschen Biathleten der Weltspitze hinterher. Beim zweiten Teil des Weltcup-Doubles in Ruhpolding verpassten die heimischen Skijäger in Abwesenheit ihres Top-Athleten bei leichtem Schneefall deutlich das Podest.

Während Dominator Martin Fourcade aus Frankreich seinen fünften Saisonsieg feierte und auf seinem Weg zum fünften Triumph im Gesamtweltcup in Serie kaum aufzuhalten ist, kam Benedikt Doll als Achter immerhin unter die Top 10.

Bitter verlief das Einzelrennen über 20 km für Erik Lesser. Der Silbermedaillengewinner von Sotschi zeigte sich auf seiner Paradestrecke in der Loipe stark verbessert, schoss jedoch vier Fehler und vergab als 17. die nächste Chance auf die Qualifikation für die WM in Oslo (3. bis 13. März).

Vor Lesser landete Andreas Birnbacher (2 Schießfehler) auf Platz 15, hinter ihm Saisondebütant Johannes Kühn (4) und Staffel-Weltmeister Arnd Peiffer (3) auf den Plätzen 21 und 62.

In einer anderen Liga läuft und schießt derweil Fourcade, der nach einem Fehler bei vier Einlagen im Ziel 17,5 Sekunden Vorsprung auf den Österreicher Simon Eder und 28,9 Sekunden auf den Russen Anton Schipulin hatte.

Fourcade hatte vor der Saison Schempp als ärgsten Rivalen im Gesamtweltcup ausgemacht. Doch der Uhinger, der vor dem Jahreswechsel dreimal ganz oben auf dem Treppchen gestanden hatte, fehlte in Ruhpolding erneut. Nach seiner Erkältung wolle er sich "zu 100 Prozent auskurieren".

Ob er am Freitag in der Staffel oder am Samstag im Massenstart zum Einsatz kommt, ist offen. Es wären seine ersten Wettkämpfe im neuen Jahr. Ohne ihren herausragenden Teamkollegen zeigen die einst erfolgsverwöhnten Biathleten des Deutschen Skiverband (DSV) derzeit nur Mittelmaß.

Immerhin gab sich Lesser zuversichtlich, bald weiter vorne ins Ziel zu kommen. "Ich schaffe es zur Zeit nicht, die Form im Wettkampf rüberzubringen", sagte er, freute sich aber über einen "bombenmäßigen Ski" und die drittbeste Laufzeit aller 103 Starter.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel