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Ein namentlich nicht genannter Athlet wurde wegen Dopingverdachts suspendiert
Ein namentlich nicht genannter Athlet wurde wegen Dopingverdachts suspendiert © Getty Images

Ein namentlich nicht genannter Athlet wird vom Weltverband wegen Dopingverdachts suspendiert. Ein Deutscher ist es nicht, der DSV erfährt selbst über einen Newsletter vom Vorfall.

Der Biathlon-Weltverband IBU hat einen namentlich nicht genannten Athleten vorläufig wegen Dopingverdachts suspendiert.

Wie die IBU am Donnerstag mitteilte, ist die Sperre zunächst provisorisch. Der Sportler darf vorübergehend nicht an IBU-Wettbewerben teilnehmen. Der Athlet, dessen Nationalität noch nicht bekannt wurde, hat nun die Möglichkeit, die B-Probe öffnen zu lassen oder darauf zu verzichten.

Es handelt sich dabei definitiv um keinen Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV). "Wir haben selbst erst über den Newsletter der IBU von dem Vorfall erfahren. Ich kann zu 100 Prozent ausschließen, dass einer unserer Sportler betroffen ist", sagte DSV-Pressesprecher Stefan Schwarzbach. Die IBU hat sowohl den Sportler, als auch dessen nationalen Verband und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) über den Vorfall informiert.

Es soll sich auch nicht um einen Top-Biathleten handeln.

Wie die IBU in einem Schreiben mitteilte, ist die Suspendierung zwingend erforderlich, da eine Substanz gefunden wurde, die seit dem 1. Januar 2016 auf der WADA-Verbotsliste steht. Es handelt sich dabei um Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren. Die Probe wurde bei einem Weltcup im Januar genommen, die Skijäger absolvierten ihre Rennen zu Beginn des Jahres in Ruhpolding und Antholz/Italien.

Im Zuge des bislang letzten großen Dopingfalls im Biathlon war der russische Verband RBU wegen drei Fällen zuletzt in der Saison 2013/14 zur Höchststrafe von 100.000 Euro verurteilt worden. Damals waren Jekaterina Jurjewa, Irina Starych und Alexander Loginow überführt worden.

Wiederholungstäterin Jurjewa wurde im vergangenen Juni für acht Jahre gesperrt, Starych und Loginow jeweils für zwei Jahre. Der russische Verband war bereits 2009 wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen mit einer Strafe von 50.000 Euro belegt worden.

In Deutschland hatte der Dopingfall von Evi Sachenbacher-Stehle während der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi für großes Aufsehen gesorgt. Der Biathlon-Umsteigerin war das verbotene Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen worden.

Zunächst wurde sie von der IBU für zwei Jahre aus dem Verkehr gezogen, vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wurde die Sperre auf sechs Monate verkürzt. Trotzdem verzichtete die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin auf ein Comeback und beendete ihre Karriere.

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