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IKK classic Biathlon World Team Challenge 2015
Magdalena Neuner fordert Konsequenzen für Dopingsünder © Getty Images

Magdalena Neuner spricht sich für ein striktes und konsequentes Vorgehen gegen überführte Dopingsünder und Verbände. Einem Generalverdacht will sie nicht aussprechen.

Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner hofft nach den schweren Doping-Anschuldigungen gegen die russischen Skijäger auf eine konsequente Aufarbeitung durch den Weltverband IBU.

"Wenn sich der Verdacht bestätigt, muss man dem (russischen, d.Red.) Verband eine Strafe aufbürden", sagte Neuner in einem Facebook-Talk der ARD: "Ich hoffe, dass die IBU strikt dagegen vorgeht. Ich denke schon, dass man konsequent sein sollte. 

Nachdem Chefermittler Richard McLaren in seinem Bericht festgestellt hatte, dass zu den dopingverdächtigen Athleten aus Russland 31 Biathleten gehören, hatte die IBU zunächst zwei Athleten vorläufig gesperrt und von weiteren Untersuchungen gegen die 29 anderen Athleten gesprochen. Zudem wird der Weltcup in dieser Saison nicht wie geplant im russischen Tjumen Station machen.

"Super schwieriges Thema" 

Es sei ein "super schwieriges Thema", sagte Neuner. Sie wolle sich in jedem Falle "vor einem Generalverdacht hüten, denn wir haben diese Situation auch schon erlebt. Man hat in der Vergangenheit auch schon diskutiert, ob wir nicht auch irgendetwas nehmen", betonte die 29-Jährige, die vor knapp fünf Jahren zurücktrat.

Neuner wurde in ihrer Karriere unter anderem Doppel-Olympiasiegerin und gewann zwölf WM-Titel. Am Donnerstag weilte sie als Zuschauerin beim Weltcup in Ruhpolding, bei dem die deutsche Frauenstaffel siegte.

"Ich denke schon darüber nach, was damals gewesen wäre, wenn eine Athletin etwas genommen hätte in dem einen oder anderen Wettkampf", sagte Neuner: "Es ist einfach nicht richtig, dass es Athleten gibt, die hier manipulieren."

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