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Michal Slesingr hatte das Treffen angeregt
Michal Slesingr hatte das Treffen angeregt © Getty Images

Nach einem Treffen am Mittwoch steht fest, dass es zunächst keinen Boykott prominenter Biathleten geben wird. Es wird aber einen Forderungskatalog geben.

Ein Boykott prominenter Biathleten um Doppel-Olympiasieger Martin Fourcade ist nach einem Treffen am Mittwoch vorerst vom Tisch. "Das steht nicht an. Wir werden zunächst einen Forderungskatalog erstellen und an die IBU weiterleiten, dann sehen wir weiter", wird der Tscheche Michal Slesingr, der die Zusammenkunft gemeinsam mit Fourcade und dem Amerikaner Lowell Bailey angeregt hatte, in der ARD zitiert.

Rund 90 Minuten hatten Athleten verschiedener Nationen, darunter die DSV-Skijäger Franziska Hildebrand, Simon Schempp, Erik Lesser und Benedikt Doll, über ein gemeinsames Vorgehen diskutiert. Hintergrund der Boykott-Debatte sind die schockierenden Doping-Enthüllungen über russische Athleten und das vermeintlich zu lasche Vorgehen des Weltverbandes IBU.

Nachdem Chefermittler Richard McLaren in seinem Bericht festgestellt hatte, dass zu den dopingverdächtigen Athleten aus Russland 31 Biathleten gehören, hatte die IBU zunächst zwei Athleten vorläufig gesperrt und von weiteren Untersuchungen gegen die 29 anderen Athleten gesprochen. Die russischen Organisatoren hatten zudem - laut offizieller Mitteilung der IBU - freiwillig auf eine Ausrichtung des Weltcups in Tjumen und der Junioren-WM in Ostrow verzichtet.

Für Fourcade war das alles nicht entschlossen genug, er sprach von einer "Heuchelei im Dopingkampf". Weil der französische Dominator der vergangenen Jahre allerdings nicht "der Einzige im Kampf gegen Doping" sein wollte, forderte er seine Mitstreiter auf, "mit einer Stimme zu sprechen".

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