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Alexej Baumgärtner wurde 2012 deutscher Meister im großen Vierkampf

Deutschlands Eisschnellläufer betreten in der Krise ihres Verbandes Neuland.

Der Chemnitzer Alexej Baumgärtner hat sich dem kommerziellen Privatteam Stressless International unter der Leitung des niederländischen Olympiasiegers Bart Veldkamp angeschlossen.

Zur Trainingsgruppe gehören der ehemalige Shorttrack-Europameister Harald Silovs aus Lettland und der niederländische Marathon-Eisschnellläufer Karlo Timmerman.

Der Niederländer Rutger Tijssen löst Veldkamp als Cheftrainer ab. Veldkamp wird Teammanager. Tijssen kommt vom aufgelösten TVM-Team und arbeitete dort mit den Olympiasiegern Sven Kramer und Ireen Wüst zusammen. An der niederländischen Medaillenflut in Sotschi hatte er großen Anteil.

"Das ist für mich ein Glücksfall. Davon wird auch die DESG, der deutsche Verband, profitieren. Das ist im Moment mit den Schwierigkeiten zuhause ideal", sagte der 26 Jahre alte Baumgärtner.

Bei den Olympischen Spielen im Februar im russischen Sotschi war die deutsche Mannschaft erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille geblieben.

Klaus Ebert bleibt weiterhin Heimtrainer von Baumgärtner. "Er hat mir gesagt, probiere das Training in Holland aus. Bei der DESG ist die Situation unsicher. Alle Trainerverträge laufen zum Jahresende aus", sagte Feldwebel Baumgärtner, der der Sportfördergruppe Sachsen angehört.

"Es ist ein Experiment. Alexej hat dort gute Bedingungen, um sich weiter zu entwickeln. Er ist ehrgeizig", sagte Trainer Ebert. In Chemnitz hatte Baumgärtner keine Trainingspartner mehr. Seine Klubkameraden Nico und Danny Ihle sind Sprinter.

Mit den Plätzen 13 über 10.000 m und 21 über 5000 m bei seinen ersten Olympischen Spielen war der zweifache deutsche Meister in Sotschi nicht zufrieden. "Ich will 2018 zur Weltspitze gehören, will Medaillen gewinnen", sagte der Langstreckenspezialist.

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