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Alexej Baumgärtner nahm an den olympischen Spielen 2014 in Sotschi teil

Das Gerangel um Eisschnellläufer Alexej Baumgärtner nimmt kein Ende.

Nachdem die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) dem Läufer am Sonntag das Training beim niederländischen Privatteam Stressless untersagt hatte, erklärte Stressless-Teammanager Bart Veldkamp nun, dass die Gespräche mit der DESG fortgesetzt werden.

"Wir befinden uns immer noch in Gesprächen mit den Verantwortlichen des deutschen Verbandes mit dem Ziel, dass Alexej den Eisschnelllaufsport auf die von ihm gewünschte Art und Weise ausüben kann", sagte der ehemalige Weltklasseläufer und Olympiasieger Veldkamp und zeigte keinerlei Verständnis für die Haltung der DESG: "Es ist nicht zu glauben, selbst der Deutsche Olympische Sportbund als Dachverband steht hinter dem Athleten, und trotzdem leistet die DESG Widerstand."

Die DESG war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Nachdem Baumgärtner sein Interesse bekundet hatte, bei Stressless zu trainieren, schaltete sich der Verband ein. So soll dem Chemnitzer in einer E-Mail von Verbandsseite aufgetragen worden sein, sich stattdessen einer Trainingsgruppe in Erfurt, Berlin oder Inzell anzuschließen.

Ansonsten würden Konsequenzen wie etwa der Verlust der Förderung durch die Bundeswehr drohen.

Stressless will das Eisschnelllaufen weiter entwickeln und ausländische Talente in einer neuen Umgebung mit Wissen und Erfahrung zusammenbringen. Die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Nationalverbänden sowie der Wissensaustausch gehören zum Konzept des Privatteams.

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