vergrößernverkleinern
Robert Bartko ist Sportdirektor der DESG
Robert Bartko ist Sportdirektor der DESG © Getty Images

Ein Jahr nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi befinden sich die deutschen Shorttracker nach Ansicht von DESG-Sportdirektor Robert Bartko weiter in einer Phase des Umbruchs und der Entwicklung.

"Es ist eine ähnlich schwierige Situation wie nach Olympia. Die Diskussionen in der DESG haben sich auch da niedergeschlagen. Da ist noch viel Unruhe drin", sagte Bartko vor dem am Freitag beginnenden Shorttrack-Heimweltcup in Dresden.

Der zweimalige Bahnrad-Olympiasieger, der seit Anfang Dezember die sportlichen Geschicke in der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft leitet, wird in Dresden erstmals einen Shorttrack-Wettkampf besuchen.

"Wir haben eine sehr junge Mannschaft, der Heimvorteil könnte die entscheidende Komponente werden", sagte Bartko, der eine Medaille jedoch nicht als Ziel ausgab: "Ich habe keine Erwartung an einen Podestplatz. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen, ich will Leidenschaft und Kampfgeist sehen."

Die deutschen Shorttracker waren in Sotschi mit zwei Athleten vertreten, erwartungsgemäß aber ohne Medaille geblieben.

Während Hoffnungsträger Robert Seifert seine Karriere im Sommer überraschend beendete, spielt das 16 Jahre alte Talent Anna Seidel weiter eine wichtige Rolle in Bartkos Planungen.

"Sie bringt die Voraussetzungen mit, um in die Weltspitze zu laufen. Man muss aber aufpassen, sie nicht zu früh in die Verantwortung zu drücken", sagte Bartko über die EM-Sechste.

Neben Top-Stars wie den Olympiasiegern Wiktor Ahn (Russland) oder Charles Hamelin (Kanada) gehen im "Shorttrack-Mekka" Dresden zehn deutsche Athleten an den Start.

"Der Weltcup ist der Höhepunkt, auf den wir lange hingearbeitet haben", sagte Bundestrainer Miroslaw Bojadschijew.

Video
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel