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Claudia Pechstein startet mit einem Privatteam das Unternehmen Olympia 2018
Claudia Pechstein greift auch in diesem Winter wieder an © Getty Images

Claudia Pechstein als "heißestes Eisen" bei den Frauen, Nico Ihle und Patrick Beckert als Zugpferde der Männer: Deutschlands beste Eisschnellläufer starten mit ehrgeizigen Zielen in die neue Saison, realistische Chancen auf Medaillen hat im bevorstehenden Winter allerdings nur ein äußert kleiner Kreis von Athleten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG).

"Ich will auf jeden Fall mindestens wieder einen Weltcupsieg feiern, außerdem bin ich auf die WM-Medaille aus", sagte Sprinter Ihle vor den deutschen Meisterschaften am Wochenende in Inzell: "Ich hatte zu diesem frühen Zeitpunkt noch nie eine solche Form."

Der 29-Jährige, in der Vorsaison 1000-m-Weltcupsieger in Berlin, ist der große Hoffnungsträger auf den kurzen Distanzen, nachdem Samuel Schwarz (Hüfte) und Bruder Denny Ihle (Knie) verletzungsbedingt wohl die komplette Saison ausfallen.

Auf der Langstrecke ist der Blick auf dem WM-Dritten Patrick Beckert gerichtet. Der 25 Jahre alte Erfurter erhofft sich durch den Wechsel in ein niederländisches Privatteam um Olympiasiegerin Ireen Wüst einen weiteren Leistungsschub. "Ich fühle mich gut. Ausschlaggebend für die Bewertung ist Ergebnis bei der WM, da will ich eine Medaille mit nach Hause nehmen", sagte Beckert, der weiter vom Olympia-Podest 2018 in Südkorea träumt.

Bei den Frauen hat derweil weiterhin die mittlerweile 43-jährige Claudia Pechstein die besten Aussichten auf Podestplatzierungen. "Mit Claudia haben wir unser heißestes Eisen im Feuer, sie hat nach wie vor einen eisernen Willen und liefert Leistungen auf Spitzenniveau", sagte DESG-Sportdirektor Robert Bartko. Im Sprint klafft nach der schwangerschaftsbedingten Karrierepause von Judith Hesse dagegen eine gewaltige Lücke.

Die deutschen Meisterschaften dienen dem Verband auch als Qualifikations-Kriterium für den in zwei Wochen in Calgary/Kanada beginnenden Weltcup. Die erforderlichen Normzeiten wurden im Rahmen einer Leistungsoffensive im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöht. "Wir brauchen eine klar Linie, die konsequent und für alle gilt. Wir müssen uns viel mehr an der Leistung orientieren", sagte Bartko.

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