Die jungen deutschen Eisschnellläufer haben am ersten Tag der Mehrkampf-EM im weißrussischen Minsk erwartungsgemäß Lehrgeld gezahlt.

Die 19-jährige Leia Behlau (Erfurt) belegt nach zwei von vier Wettbewerben mit 86,820 Punkten nur den 16. und vorletzten Rang. Zu dieser Platzierung hatte es für Behlau jeweils auch über 500 m (42,30 Sekunden) und 3000 m (4:27,12 Minuten) gereicht.

Pflug gibt verletzt auf

Bei den Männern musste Jonas Pflug (Berlin) nach dem 500-m-Lauf mit einer Leistenverletzung aus dem Wettkampf aussteigen, in 38,37 Sekunden hatte der 22-Jährige nur den 21. Rang belegt. Auch der 21-jährige Felix Maly (Erfurt/79,368 Punkte) war über 500 m (38,76) und 5000 m (6:46,08) nicht in Bestform.

Zur Halbzeit liegt bei den Frauen die viermalige Europameisterin Martina Sablikova (Tschechien/80,611) in Führung, Titelverteidigerin Ireen Wüst (Niederlande/81,120) folgt mit einem bereits größeren Abstand auf dem zweiten Platz.

Pechstein und Beckert nicht am Start

Deutschlands Top-Athleten Claudia Pechstein (Berlin) und Patrick Beckert (Erfurt) hatten auf die EM-Teilnahme verzichtet, um sich gezielt auf den Saisonhöhepunkt bei der Einzelstrecken-WM im russischen Kolomna (11. bis 14. Februar) vorbereiten zu können.

Der traditionelle Vierkampf (500 m/5000 m/1500 m/10000 m) - seit 1893 fester Bestandteil einer EM - soll nach Minsk der Vergangenheit angehören. In Zukunft ist nur noch ein "kleiner Vierkampf" (500 m/1500 m/1000 m/5000 m) vorgesehen. Bei den Frauen soll das 5000-m-Rennen durch einen 1000-m-Lauf ersetzt werden.

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