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SKI-NORDIC-COMBINED-WORLD
Johannes Rydzek (l.) und Eric Frenzel lieferten sich erneut ein spannendes Finish © Getty Images

Beim zweiten Bewerb in Seefeld liefern sich Johannes Rydzek und Eric Frenzel ein packendes Finish - mit dem gleichen Ergebnis wie am Freitag. Rydzek übernimmt das Gelbe Trikot.

Eric Frenzel hechtete mit letzter Kraft ins Ziel, den Sieg in seinem "Wohnzimmer" musste der Olympiasieger aber erneut Johannes Rydzek überlassen: Die beiden überragenden DSV-Kombinierer haben auch die zweite Etappe des Seefeld-Triples dominiert, wie schon am Vortag kochte Weltmeister Rydzek seinen Teamkollegen auf den letzten Metern ab.

Als Krönung übernahm der Allgäuer vom dreimaligen Triple-Sieger Frenzel das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtweltcup.

Rydzek kam bei seinem sechsten Saisonsieg nach einem furiosen Finish mit der Winzigkeit von 0,1 Sekunden vor Frenzel ins Ziel. "Das war wieder ein richtig hartes Rennen", sagte der glückliche Sieger im ZDF: "Ich wusste, dass Eric auf den letzten Bergen brutal stark ist, bin dort aber dran geblieben. Auf der Zielgeraden habe ich derzeit vielleicht ein bisschen mehr Punch." Fabian Rießle beendete das Rennen als guter Sechster.

Frenzel will am Sonntag zurückschlagen

Seinen Mini-Vorsprung auf Frenzel nimmt Rydzek mit in den Mammut-Wettkampf am Sonntag mit zwei Sprüngen und einem 15-km-Langlauf. Der Sieger beim Höhepunkt des Weltcup-Winters erhält 200 Punkte, auf die auch Frenzel noch spekuliert. "Irgendwann werde ich auch einmal meine Fußspitze vorne haben", sagte "Mr. Seefeld", der zwölf seiner bisherigen 37 Weltcupsiege in dem WM-Ort von 2019 gefeiert hat.

Rydzek hatte am Mittag zunächst mit einem Sprung auf 103,5 m seine am Freitag eroberte Führung knapp verteidigt. In der Loipe bildete er mit Frenzel, dem am Ende drittplatzierten Samuel Costa (Italien) und Bernhard Gruber (Österreich) eine Vierergruppe, die ihre Verfolger um den starken Läufer Rießle etwas überraschend auf Distanz hielt. Am Ende lief wie schon am Vortag alles auf das Duell zwischen Rydzek und Frenzel hinaus.

"Johannes und Eric sind derzeit fast gleich stark. Johannes hat momentan aber das Glück des Tüchtigen und ist immer vorne", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Für die WM in Lahti (22. Februar bis 5. März) bleibt seine Mannschaft klar in der Favoritenrolle: Rydzek und Frenzel (je 6 Siege) und Rießle (2) haben bislang sämtliche Siege des Winters unter sich ausgemacht.

Rydzek jetzt knapp vorne

Im Gesamtweltcup zog Rydzek mit 1030 Punkten an Titelverteidiger Frenzel (1024) vorbei, Dritter bleibt Rießle (759). Routinier Björn Kircheisen musste sich wie am Freitag mit Rang elf begnügen und folgt mit 488 Zählern auf dem fünften Rang.

Pechvogel der Kombinierer bleibt derweil Jarl Magnus Riiber. Der Norweger, der für die WM als schärfster Konkurrent des DSV-Teams galt, kugelte sich beim Anziehen seines Sprunganzuges zum dritten Mal innerhalb eines Jahres die Schulter aus. Am Samstag wurde bekannt, dass der 19-Jährige operiert werden muss und seine Saison vorzeitig beendet.

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