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Stefan Luitz fuhr in Are auf den dritten Platz
Stefan Luitz fuhr in Are auf den dritten Platz © Getty

Are - Stefan Luitz schiebt sich beim Riesenslalom in Are dank eines starken zweiten Laufs nach vorn. Dopfer verpasst das Podium knapp.

Stefan Luitz ist beim Riesenlalom-Weltcup im schwedischen Are auf das Podium gefahren.

Der 22-Jährige aus Bolsterang wurde hinter dem überlegenen Sieger Marcel Hirscher (Österreich) und Ted Ligety (USA) Dritter.

"Das hätte ich nicht gedacht", sagte, der sich im zweiten Lauf von Rang vier nach vorne schob, mit einem glücklichen Lächeln.

Fritz Dopfer musste sich mit dem vierten Platz zufriedengeben, konnte insgesamt aber auch zufrieden sein.

"Einfach geil"

"Die Jungs sind einfach geil", sagte Alpindirektor Wolfgang Maier hocherfreut.

Schneller als der zunächst viertplatzierte Luitz (2:31,68 Minuten) und der zunächst zweitplatzierte Dopfer (2:31,94) waren nur die beiden Überflieger im Riesenslalom: Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher (Österreich/2:30,18) dominierte in unwiderstehlicher Art und Weise vor Olympiasieger und Weltmeister Ted Ligety (2:31,40).

Zum dritten Mal auf dem Podium

Luitz schaffte es nach einem zweiten (Dezember 2012) und dritten Platz (Dezember 2013) jeweils in Val d'Isere zum dritten Mal in seiner Karriere auf das Stockerl. "Das zweite Dezemberwochenende scheint mir zu liegen", sagte er und betonte, nach vielen zuletzt verunglückten Rennen sei ihm "ein Brocken vom Herzen gefallen."

Dopfer (27) lag 1,76 Sekunden hinter dem Sieger und verpasste seinen siebten Podestplatz.

"Schade, dass wir heute nicht einen von beiden schnappen konnten, aber Dritter und Vierter ist absolute Weltspitze, top", erklärte Maier, "wir können sehr zufrieden sein."

Neureuther enttäuscht

Nur kurz war der Auftritt von Neureuther. Erst musste der Vizeweltmeister im Slalom minutenlang auf seinen Start warten, weil sich ein Pistenarbeiter bei einem Sturz wohl schwer verletzt hatte und bis zum Abtransport erstversorgt wurde.

Dann beging Neureuther nach hervorragender erster Zwischenzeit einen Fahrfehler, verriss sich beim Versuch, dennoch die nächsten Tore zu passieren, den Rücken und gab nach 40 Fahrsekunden auf.

Start im Slalom fraglich

Kommentarlos und erkennbar unrund gehend verließ Neureuther den Zielraum. "Es war einfach ein Fahrfehler. Das ist eine extreme Körperbewegung gewesen, die ihm nicht besonders gut getan hat für den Rücken", sagte Maier.

Ob Neureuther am Sonntag im Slalom an der Start gehen könne, sei "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht abzuschätzen.

Linus Strasser (München) verpasste als 31. des ersten Laufs den Finaldurchgang der besten 30 um 0,29 Sekunden.

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