vergrößernverkleinern
Anna Fenninger ist eine österreichische Ski-Rennfahrerin
Anna Fenninger schnappt sich den Titel im Super-G © Getty Images

Auf der Tribüne ballte Tiger Woods schon siegessicher die Faust - doch aus dem goldenen Auftakt für Freundin Lindsey Vonn im Super-G wurde es am Ende doch nichts.

Olympiasiegerin Anna Fenninger aus Österreich stahl der Ski-Königin aus den USA bei deren Heim-WM in Vail/Beaver Creek die große Show - und das Gold.

Rebensburg wartet weiter auf WM-Medaille

Auch für Viktoria Rebensburg verlief das erste WM-Rennen auf der anspruchsvollen Raubvogel-Piste bei teils böigem Wind letzlich doch nicht nach Wunsch: Die 25-Jährige aus Kreuth musste sich mit Rang fünf begnügen und wartet damit auch bei ihrer fünften WM-Teilnahme weiter auf die erste Medaille.

Dennoch war DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier zufrieden: "Das war eine gute Leistung von Vicky. Schade, dass es nicht gereicht hat."

Vonn geknickt über verpasstes Gold

0,78 Sekunden lag Rebensburg hinter der 25 Jahre alten Fenninger, die in 1:10,29 Minuten knapp vor Tina Maze aus Slowenien (0,03 Sekunden zurück) und Top-Favoritin Vonn (0,15) triumphierte. Da half Vonn auch das Daumendrücken von Golf-Superstar Woods nichts.

"Mit diesem Wind hatte ich keine Chance oben. Aber ich bin zufrieden mit Bronze, denn ich habe eine Medaille bei der Heim-WM. Leider kein Gold für die Zuschauer - aber es passt schon", meinte Vonn etwas geknickt. Bereits am Freitag in der Abfahrt hat sie die nächste Chance.

Fenninger fassungslos

Dagegen war Anna Fenninger überglücklich. "Es war mein Traum, dass es so losgeht - aber dass es so funktioniert, hätte ich mir nie gedacht. Ich check es selber noch nicht so ganz", sagte die Österreicherin freudestrahlend.

Für Fenninger, Olympiasiegerin in Sotschi 2014 im Super-G und im Riesenslalom, war es der zweite WM-Titel. 2011 hatte sie die Kombination gewonnen. Fenninger ist im Super-G auch die erste, die nach einem Olympiasieg auch Weltmeisterin wurde.

Rebensburg mit Problemen

Rebensburg muss dagegen weiter auf ihren großen Wurf bei einer WM warten, nachdem sie im Riesenslalom bei Olympia schon Gold und Bronze geholt hatte. "Ich hatte im oberen Teil ein paar Probleme, unten habe ich dann den Ski gehen lassen und mehr riskiert", analysierte sie ihr Rennen.

Dass ihr Start wegen einer Böe für eine Minute unterbrochen werden musste, sah sie nicht als großes Problem: "Es war ein bisschen hektisch, aber der Wind war kein Problem."

Start verschoben

Veronique Hronek aus Unterwössen (1,82 zurück) belegte einen guten elften Platz.

Das Wetter hatte den Organisatoren gleich am ersten Renntag einen Strich durch die Rechnung gemacht: Der Start musste wegen des Windes um 30 Minuten und um fünf Tore nach unten verschoben werden.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel