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Viktoria Rebensburg jubelt im Riesenslalom von Beaver Creek über die Silbermedaille bei der WM
Viktoria Rebensburg holt die erste Medaille für das DSV-Team bei der WM © Getty Images

Vail - Viktoria Rebensburg beendet das Medaillentrauma des DSV. Im zweiten Lauf riskiert die Olympiasiegerin alles und muss sich am Ende nur Anna Fenninger geschlagen geben.

Viktoria Rebensburg riss freudestrahlend die Arme nach oben.

Sie wusste, dass ihr ein Traumlauf gelungen war. Doch dass es nach Platz elf im ersten Durchgang noch sensationell zu Silber und zur ersten WM-Medaille ihrer Karriere reichte, hatte auch Rebensburg nicht gedacht.

Bei ihrer fünften WM-Teilnahme beendete die 25 Jahre alte Skirennläuferin mit einer Fahrt wie von einem anderen Stern endlich ihr WM-Trauma.

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Laufbestzeit bringt Medaille

"Das tut extrem gut und ist ein super schönes Gefühl. Das hat super Spaß gemacht. Ich bin total happy", sagte sie in der ARD. Rebensburg lag nach Laufbestzeit im zweiten Durchgang 1,40 Sekunden hinter Anna Fenninger, die in 2:19,16 Minuten triumphierte.

Die Österreicherin sicherte sich ihre dritte Medaille, die zweite goldene, vor Rebensburg und der Schwedin Jessica Lindell-Vikarby (1, 49 zurück).

Schon nach dem ersten Durchgang hatte sich Rebensburg an Olympia 2014 erinnert.

Anna Fenninger jubelt über WM-Gold im Riesenslalom von Beaver Creek
Anna Fenninger holte zum zweiten Mal Gold in Vail © Getty Images

Maze geht wegen Rebensburg leer aus

Damals war sie trotz eines Rückstands von 0,71 Sekunden Rückstand hinter der Slowenien Tina Maze, die diesmal leer ausging, und Fenninger noch zu Bronze gerast. Die Geschichte wiederholte sich ein Jahr später auch auf der anspruchsvollen Piste "Birds of Prey".

Rebensburg, Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010, holte bei ihrer fünften WM-Teilnahme und in ihrem zwölften WM-Rennen ihre erste Medaille. In der Abfahrt in Beaver Creek, wo sie sich eigentlich die größten Medaillenchancen ausgerechnet hatte, war sie Zehnte geworden, im Super-G Fünfte.

Dazu gab es am vergangenen Dienstag das enttäuschende Aus im Team-Wettbewerb. "Das kann man nicht erzwingen. Da muss auch viel zusammenpassen", hatte Maria Höfl-Riesch vor dem Rennen gesagt - und es passte bei Rebensburg viel zusammen.

Jetzt sind Neureuther und Dopfer dran

Der Bann scheint damit gebrochen. Der Deutsche Skiverband (DSV) hofft nun beim Riesenslalom der Männer am Freitag und dem Slalom am Sonntag auf weitere Podest-Platzierungen.

Vor allem Felix Neureuther, der auf Facebook in Rebensburgs Spitznamen "Vicky" das V durch das Victory-Zeichen ersetzte, gehört zu den Favoriten, aber auch Fritz Dopfer werden Chancen eingeräumt.

Höfl-Riesch sprach von "großem Druck", den die DSV-Männer hätten.

Anna Fenninger hatte spätestens nach ihrem Sieg im Super-G zum WM-Auftakt keinen Druck mehr. Die 25-Jährige holte hinter Maze noch Silber in der Abfahrt und fuhr im Riesenslalom vor allem im ersten Lauf wie von einem anderen Stern.

Im zweiten Lauf patzte sie zwar nach der Hälfte, brachte aber dennoch ihren Vorsprung ins Ziel.

Das zweite Gold in Vail war bereits ihr drittes bei einer WM und die sechste Medaille insgesamt. Dazu kommen Gold und Silber bei Olympia 2014 im Super-G und im Riesenslalom.

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