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SKI-WC2015-MEN-DOWNHILL TRAINING
Patrick Küng ist der amtierende Abfahrtsweltmeister © Getty Images

Der Schweizer ist sauer auf seine Mitstreiter und bemängelt fehlende Cleverness. Auch der Verband bekommt sein Fett weg. Verbesserungsvorschläge macht Küng aber auch.

Abfahrtsweltmeister Patrick Küng hat den Internationalen Skiverband (FIS) in einem verbalen Rundumschlag ebenso angegriffen wie seine Sportlerkollegen.

Letzteren wirft er vor, nicht in der Lage zu sein, einen funktionierenden Athletenrat wie etwa die Spielergewerkschaft im Tennis zu bilden. "Die Skifahrer sind wahrscheinlich zu blöd dafür, dass wir so etwas schaffen. Da bringt man einfach nicht alle zusammen", sagte der Schweizer bei der "Audi Quattro Road to St. Moritz".

Die FIS hat den alpinen Skizirkus laut Küng im vergangenen Jahrzehnt keinen Schritt vorangebracht. "In Sachen Vermarktung ging nicht viel die letzten Jahre. Wenn man die Skirennen von heute und vor zehn Jahren vergleicht, ist das immer noch das Gleiche", sagte er.

Der 32-Jährige forderte überdies eine "Verteilung des Preisgeldes auf alle Starter". Zudem müssten die Prämien erhöht werden: "Wir riskieren unser Leben und unsere Gesundheit, deshalb müssen wir auch entsprechend entlohnt werden."

Vorschläge zur Besserung der Situation machte Küng auch: Mehr Nacht-Rennen in Slalom und Riesenslalom, mehr Rennen in den Ski-Hochburgen Kitzbühel, Schladming oder Wengen und das Streichen der ungeliebten Super-Kombination aus dem Weltcup-Kalender: "Die hätte schon längst abgeschafft gehört."

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