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Cross-Country Skiing - Winter Olympics Day 4
Ein Dopingskandal droht: Harald Wurm ist suspendiert worden © Getty Images

Gut eine Woche vor dem Weltcup-Start sind Österreichs Skilangläufer tief in einen Dopingskandal gerutscht.

Der nationale Skiverband ÖSV suspendierte am Donnerstag den früheren Junioren-Weltmeister Harald Wurm wegen akuten Dopingverdachts. Der ebenfalls unter Beschuss geratene Cheftrainer Gerald Weigl legte daraufhin zumindest vorübergehend sein Amt nieder.

Beim 31 Jahre alten Wurm war es im Sommer zu einer Hausdurchsuchung gekommen, auf deren Ergebnisse der ÖSV nun reagierte.

"Nach erfolgter Akteneinsicht ist davon auszugehen, dass Wurm mit einem Dopingverfahren zu rechnen hat. Der ÖSV verfolgt hinsichtlich Doping eine 'Nulltoleranz'! Daher wurde Harald Wurm bis zur endgültigen Klärung durch die NADA und die Staatsanwaltschaft von der Nationalmannschaft sowie jeder Trainings- und Wettkampfteilnahme suspendiert", teilte der ÖSV am Donnerstag mit.

Der Verband war bereits während der Winterspiele 2014 durch den Dopingfall des Langläufers Johannes Dürr erschüttert worden.

Der 28-Jährige war währende der Spiele in Sotschi bei einem Test in seiner Heimat des EPO-Dopings überführt worden, nachdem er Platz acht im Skiathlon belegt hatte. Zum 50-km-Rennen am Schlusstag hatte Dürr wieder anreisen wollen.

Bei den Ermittlungen gegen Wurm war indirekt auch der Name Heigls gefallen, gegen den Trainer liegen allerdings keine konkreten Verdachtsmomente vor. "Heigl hat die Vorwürfe gegenüber dem Verband vehement dementiert und durch seinen Anwalt die Einstellung des Verfahrens beantragt.

Um die Mannschaft und den Verband nicht zu belasten, stellt Heigl aus Eigenem seine Trainiertätigkeit bis zur endgültigen Klärung ruhend", hieß es in einem ÖSV-Statement.

Die aktuellen Doping-Vorfälle könnten die Österreicher empfindlich treffen: 2019 finden in Seefeld/Tirol die nordischen Ski-Weltmeisterschaften statt.

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