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Heidi Weng gewann vor Ingvild Flugstadt Östberg
Heidi Weng gewann vor Ingvild Flugstadt Östberg © Getty Images

Heidi Weng verteidigt ihren Titel bei der Tour de Ski. Bei der Bergverfolgung überholt die Norwegerin eine Teamkollegin. Bei den Männern siegt ein Schweizer.

Heidi Weng (Norwegen) und Dario Cologna (Schweiz) sind die Sieger der 12. Tour der Ski. Während Weng bei den Frauen ihren Gesamterfolg aus dem Vorjahr im italienischen Val di Fiemme wiederholte, sicherte sich Cologna in der Männer-Konkurrenz bereits zum vierten Mal das Rote Trikot des Tour-Champions. Die deutschen Langlauf-Herren wurden im Freudentaumel der Favoriten derweil einmal mehr zu Statisten degradiert.

Schon am Sonntagvormittag zog Weng alle Aufmerksamkeit auf sich. Die 26-Jährige gewann die neun Kilometer lange Bergverfolgung mit Bravour. Auf der entscheidenden Tour-Etappe im Trentino hinauf zur Alpe Cermis überholte Weng ihre bislang führende Teamkollegin Ingvild Flugstad Östberg, die mit lediglich 1,8 Sekunden Vorsprung auf die Strecke gegangen war, am finalen Anstieg. Im Ziel lag Weng 48,5 Sekunden vor der zweitplatzierten Östberg, die zuvor drei der sechs Tour-Etappen gewonnen hatte.

Bei den Männern lief Cologna das Verfolgungsrennen souverän von vorne weg. Nach dem verletzungsbedingten Rückzug des russischen Vorjahressiegers Sergej Ustjugow (Rücken), der auf dem dritten Gesamtrang gelegten hatte, fuhr der 31-Jährige seinen vierten Tour-Gesamtsieg nach 2009, 2011 und 2012 problemlos nach Hause. Zweiter wurde Martin Johnsrud Sundby (Norwegen/1:26,5 Minuten zurück) vor Alex Harvey (Kanada/1:30,6).

Beste Deutsche in der Endabrechnung der Tour ist Stefanie Böhler (6:41,1) auf Rang zehn. Am Schlusstag konnte sich die routinierte Olympia-Starterin noch einmal um zwei Positionen verbessern. Es ist die beste Tour-Platzierung für die 36-Jährige, die bei allen zwölf bisherigen Ausgaben am Start war. Wesentlich ernüchternder als bei ihren weiblichen Kolleginnen verlief das Rennen der deutschen Herren. Thomas Bing (6:27,3) kam als bester Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV) auf Platz 20.

Die übrigen sechs DSV-Athleten landeten noch weiter hinten. Trösten dürfte die Mannschaft immerhin die erfüllte Olympia-Norm von Lucas Bögl. Er kam in der Verfolgung zwar nur auf Platz 25, da er jedoch die neuntbeste Laufzeit des Tages vorwies, lieferte er damit die zweite Teilvorgabe für die Winterspiele. Er ist damit erst der zweite Athlet neben Bing, der für Südkorea qualifiziert ist.

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