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Acht Monate nach seinem Horror-Sturz am Kulm hat der dreimalige Skisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern seinen Rücktritt erklärt.

"Ich habe mich entschieden, einen Schlussstrich zu ziehen. Das Vertrauen ist nach den schweren Stürzen nicht wieder zurückgekommen", sagte der Olympiasieger von 2006 am Freitag in Salzburg.

Morgenstern (27) war in der vergangenen Saison gleich zweimal schwer gestürzt. Nach seinem letzten Crash am 10. Januar beim Skifliegen in Bad Mitterndorf lag er mit einer Schädelverletzung und einer Lungenquetschung vier Tage auf der Intensivstation, schaffte es aber dennoch zu den Olympischen Spielen in Sotschi.

Dort holte das Stehaufmännchen mit der Mannschaft Silber hinter Deutschland.

Zuletzt hatte der Familienvater aber angedeutet, die Stürze nicht vollständig verarbeitet zu haben.

"Ich habe seit dem Sturz erst vier Sprünge auf der Großschanze gemacht", sagte Morgenstern Anfang September der "Kronen Zeitung": "Und mir die Anlagen ausgesucht, auf denen in puncto Windanfälligkeit keinerlei Gefahr herrscht. Ich habe aber trotzdem noch die Hosen voll, wenn ich oben stehe. Wenn's schiefläuft, kann halt viel passieren."

Morgenstern hatte bei den Winterspielen 2006 in Turin von der Großschanze und mit dem Team Gold gewonnen, 2010 in Vancouver triumphierte er erneut mit den Austria-Adlern.

Bei Weltmeisterschaften holte er acht Titel (1xEinzel, 7xTeam), 2010/2011 gewann er die Vierschanzentournee.

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