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Severin Freund Skispringen
Severin Freund zählt bei der Vierschanzentournee zum Kreis der Favoriten © getty

Die Vierschanzentournee steht an - welche Chancen haben die Deutschen? SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

Oberstdorf - Die deutschen Skispringer wollen bei der 63. Vierschanzentournee die Siegesserie des Rivalen Österreich beenden.

Zuletzt gewann sechsmal in Folge ein Austria-Adler.

Letzter deutscher Gesamtsieger war Sven Hannawald (2001/02).

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zum ersten Saisonhöhepunkt:

• Was steht an?

Die 63. Vierschanzentournee startet heute um 16.30 Uhr (ab 16.15 Uhr im LIVE-TICKER) mit der Qualifikation in Oberstdorf. Weiter geht es am Sonntag mit dem Springen (ab 16.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Danach folgt das traditionelle Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen (1. Januar), ehe der Tross nach Österreich weiterzieht.

Dort stehen die Wettbewerbe in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) auf dem Programm.

Am Ende gewinnt der Springer, der in der Addition aller Wettbewerbe die meisten Punkte gesammelt hat.

Seit 1952 findet die Tournee jährlich um den Jahreswechsel statt.

• Wer sind die Favoriten?

Die Frage ist so offen wie lange nicht. Severin Freund gehört zweifellos zu den ersten Anwärtern, Richard Freitag zum erweiterten Kreis.

In Topform sind vor allem der Tscheche Roman Koudelka und Michael Hayböck (Österreich).

Hinzu kommen Routiniers wie Simon Ammann (Schweiz) und Noriaki Kasai (Japan).

Mit Spannung wird die Rückkehr von Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch erwartet, der wegen einer Verletzung noch keinen Weltcup absolviert hat.

• Welche Chancen haben die Deutschen?

Severin Freund ist wohl der einzige DSV-Adler mit realistischen Chancen auf den Gesamtsieg, zumal Top-Talent Andreas Wellinger verletzt fehlt.

Gerade Richard Freitag ist wie zuletzt bei seinem Sieg in Engelberg aber für eine Überraschung gut.

Nicht vergessen werden darf Shootingstar Markus Eisenbichler.

• Wann gab es die letzten deutschen Erfolge?

Sven Hannawald feierte in der Saison 2001/2002 den bislang letzten deutschen Tournee-Gesamtsieg.

Dabei gelang dem Hinterzartener das bislang einmalige Kunststück eines "Grand Slam".

Hannawald gewann alle vier Springen und sicherte sich so souverän den Titel. Ein Jahr später wurde er Zweiter.

Den letzten Podestplatz in der Gesamtwertung belegte Michael Neumayer im Winter 2007/2008 als Dritter.

Den letzten deutschen Tagessieg feierte Hannawald 2002 beim Auftaktspringen in Oberstdorf.

• Was ist anders?

Im Gegensatz zu anderen Weltcups wird der erste Durchgang bei der Vierschanzentournee traditionell im K.o.-Modus ausgetragen.

Die 50 qualifizierten Athleten werden in 25 Paare unterteilt und treten in direkten Duellen gegeneinander an.

Dabei springt der Erste der Qualifikation des Vortages gegen den 50., der Zweite gegen den 49. - und die Sieger schaffen es direkt in den zweiten Durchgang.

Das gilt auch für die fünf besten Verlierer ("Lucky Loser"), die das Feld der 30 Starter im Finale auffüllen. Bei Punktgleichheit kommt der Springer mit der niedrigeren Startnummer weiter.

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