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SKI-NORDIC-WORLD-WOMEN, Carina Vogt
Carina Vogt holte in Falun je eine Gold-Medaille im Einzel und im Mixed © Getty Images

Das große Potenzial von Skisprung-Weltmeisterin Carina Vogt wäre um ein Haar unerkannt geblieben. "Als ich 2011 Bundestrainer wurde, hat mir niemand Carina empfohlen. Es hieß: Die hat kein Talent und weiß nicht, was sie will", sagte Andreas Bauer am Montag. Vogt hatte 2014 das historische erste Olympia-Gold im Frauen-Skispringen geholt, in Falun folgten die WM-Titel im Einzel und Mixed.

Vogt verriet, dass sie als Teenager kurz mit dem Leistungssport abgeschlossen hatte. "Mit 17, 18 habe ich ja mal aufgehört", sagte die heute 23-Jährige, die durch Bauer wieder den Weg auf die Schanze fand. "Wir hatten keinen einfachen Start. Dann hat er den Draht zu mir gefunden und mein Potenzial entdeckt. Ohne ihn wäre ich heute nicht hier", sagte Vogt am Montag in Falun.

Vogt dankte Bauer noch einmal für die Arbeit der vergangenen Jahre. "Er kam ja von den Kombinierern. Es ist schon etwas anderes, eine Frau zu trainieren. Wir haben sehr viel Spaß zusammen, aber wenn es darauf ankommt, tritt er uns in den Arsch. Er verfolgt schon eine klare Linie", sagte Vogt, die am Montag mit zwei Goldmedaillen in der Tasche die Heimreise antrat. Vogt: "Das Übergepäck zahle ich gerne."

Zuvor hatte sie noch ein neues Ziel ins Auge gefasst: Nach Gold bei Olympia und der WM will die Degenfelderin nun in der kommenden Saison ohne Großereignis den Gesamtweltcup gewinnen. "Letztes Jahr war ich Zweite, aktuell Dritte. Das ist für mich das Größte, was man erreichen kann, weil man dafür über einen langen Zeitraum gut sein muss", sagte Vogt.

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