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Da kommt Freude auf: Severin Freund bejubelt in Kuopio seinen sechsten Saisonerfolg © imago

Severin Freund trotzt dem Windchaos von Kuopio und kommt mit dem nächsten Coup dem Gesamtweltcupsieg wieder ganz nahe. Doch es gibt auch Frust bei den DSV-Adlern.

Skisprung-Weltmeister Severin Freund hat dem Windchaos von Kuopio getrotzt und mit seinem sechsten Saisonerfolg einen großen Schritt in Richtung Gesamtweltcupsieg gemacht.

Bei höchst grenzwertigen Bedingungen wurde der Wettbewerb auf der Puijo-Schanze nach einem Durchgang völlig zurecht abgebrochen.

Freund lag zu diesem Zeitpunkt klar in Führung. (DATENCENTER: Weltcupstände)

"Das kam mir ganz gelegen", sagte der 26-Jährige, der im Vorjahr bereits durch einen verkürzten Wettbewerb Skiflug-Weltmeister und in dieser Saison auf diese Weise in Bad Mitterndorf gewonnen hatte: "Das sind wichtige Punkte für den Gesamtweltcup, da bleibt es sehr spannend."

Kampf um Gesamtweltcup spitzt sich zu

Der Niederbayer zeigte in Kuopio seine ganze Klasse und übernahm mit einem Sprung auf 103,5 m mit 139,3 Punkten die Führung, die letztlich auch seinen insgesamt 15. Weltcupsieg bedeutete.

Zweiter wurde der Norweger Anders Bardal (135,9) vor dem Österreicher Stefan Kraft und dem Schweizer Simon Ammann (beide 132,5).

Freund machte im Kampf um den Gesamtweltcup deutlich Boden gut und rückte bei noch fünf ausstehenden Springen mit nun 1343 Punkten auf den zweiten Platz hinter dem neuen Führenden Kraft (1368) vor.

Severin Freund holte bei den Olympischen Spielen 2014 Gold mit der Mannschaft
Severin Freund holte bei den Olympischen Spielen 2014 Gold mit der Mannschaft © Getty Images

Der bislang Erstplatzierte Peter Prevc (Slowenien) kam in Kuopio nur auf Rang 17 und ist in der Gesamtwertung nun Dritter (1329). (DATENCENTER: Weltcup-Kalender)

Gefährliche Verhältnisse

Für Springer und betreuendes Personal entwickelte sich in Finnland ein diskussionswürdiger Wettkampf unter fast schon gefährlichen Verhältnissen.

Das Springen war noch am Dienstagmorgen von der Großschanze auf die weniger windanfällige Normalschanze verlegt worden, nachdem die Qualifikation zweimal abgesagt werden musste.

Bundestrainer Werner Schuster schlug mehrmals die Hände über dem Kopf zusammen und schimpfte vor sich hin - vor allem als Routinier Michael Neumayer und Team-Olympiasieger Andreas Wank ihre Sprünge völlig verpatzten.

Neumayer kam mit 64,5 m auf Platz 57, Wank wurde mit nur 51 m 62. und damit Letzter unter den gewerteten Springern.

DSV-Adler ansonsten abgeschlagen

Viel wichtige aber: Beide vermieden mit einiger Mühe böse Stürze. Auch die weiteren DSV-Adler hinter Freund hatten in der Windlotterie wenig Glück.

Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler (beide 96,0 m) kamen auf die Plätze elf bzw. 15, Richard Freitag (Aue/85,5 m) wurde 33., Marinus Kraus (Oberaudorf/80,5 m) kam auf Platz 41.

Bis zum Saisonende am 22. März stehen noch fünf Einzel- und ein Teamspringen auf dem Programm. (jeweils im LIVETICKER auf SPORT1)

Weiter geht es bereits am Donnerstag in Trondheim, am Samstag und Sonntag wird in Oslo gesprungen (jeweils Einzel).

Am folgenden Wochenende stehen beim finalen Skifliegen in Planica zwei weitere Einzelwettbewerbe und ein Mannschaftsspringen an.

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