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Domen (l.) und Peter Prevc gelangt beim Skisprung-Weltcup in Engelberg ein historischer Triumph
Domen (l.) und Peter Prevc gelangt beim Skisprung-Weltcup in Engelberg ein historischer Triumph © Imago

Peter Prevc und seinem 16 Jahre alten Bruder Domen gelingt beim Skisprung-Weltcup in Engelberg Einmaliges. Die Deutschen verpassen das Podium.

Peter und Domen Prevc haben in Engelberg für den ersten Familien-Doppelsieg in der Geschichte des Skisprung-Weltcups gesorgt.

Der slowenische Routinier Peter (23) gewann nach starken Flügen auf 139 und 134 Meter mit 297,1 Punkten klar vor seinem erst 16 Jahre alten Bruder Domen (283,5). Dritter wurde der 43 Jahre alte Routinier Noriaki Kasai (273,5) aus Japan.

Richard Freitag, der im Vorjahr in der Schweiz gewonnen hatte, verpasste bei der Generalprobe für die Vierschanzentournee (28. Dezember bis 6. Januar) mit 272,3 Punkten als Vierter das Podest knapp.

Weltmeister Severin Freund (265,7) musste sich mit dem achten Rang begnügen und wartet weiter auf sein erstes Podium auf der Gross-Titlis-Schanze."Heute wäre mehr drin gewesen, aber bei meinem zweiten Durchgang war ich leider sehr spät dran", sagte Freund im ZDF. Im Gesamtweltcup liegt der Niederbayer nun mit 359 Punkten klar hinter Prevc (464). Dessen Doppel-Sieg mit Bruder Domen nannte Freund "eine Sensation".

Bundestrainer von Prevc begeistert

Das sah auch Bundestrainer Werner Schuster so. "Peters Stärke ist bekannt. Bei Domen hat heute sogar sein Trainer gezuckt. Fliegerisch war es das Beste, was er je gebracht hat, dazu kamen Mut und Leidenschaft", sagte Schuster.

Mit dem Ergebnis des DSV-Teams durfte der Österreicher zufrieden sein. "Vier und Acht, das ist in Ordnung", sagte Schuster. Andreas Wank (Hinterzarten) und Stephan Leyhe (Willingen) sammelten auf den Rängen 16 und 23 ebenfalls Weltcup-Punkte.

Youngster Andreas Wellinger (Berchtesgaden), in Engelberg schon zweimal auf dem Podest, verpasste als 34. dagegen überraschend den zweiten Durchgang.

Team-Olympiasieger Marinus Kraus (Oberaudorf) war bereits am Freitag in der Qualifikation gescheitert und damit am Samstag nur Zuschauer.

Am Sonntag (14.15 Uhr) steht in Engelberg das letzte Springen vor der Vierschanzentournee an, die am 28. Dezember mit der Qualifikation in Oberstdorf beginnt.

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