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SKI-JUMPING-FOUR-HILLS
Andreas Wellinger und das deutsche Team hatten den Sieg schon vor Augen © Getty Images

Die deutschen Springer legen beim ersten Durchgang des Team-Wettbewerbs in Willingen stark vor. Doch der Sieg beim Heim-Weltcup geht an ein anderes Team.

Die deutschen Skispringer haben bei ihrem Heim-Weltcup in Willingen den möglichen Sieg im Teamwettbewerb verpasst. Der überragende Andreas Wellinger, Richard Freitag, Markus Eisenbichler und Lokalmatador Stephan Leyhe belegten eine Woche nach ihrem Sieg in Zakopane mit 910,7 Punkten Rang drei hinter den siegreichen Polen (931,5) und Österreich (919,2).

Bester Springer des nach dem ersten Durchgang noch führenden DSV-Quartetts war der formstarke Wellinger, der bei wechselhaften Bedingungen an der Mühlenkopfschanze auf 145,0 und 139,0 m segelte und Hoffnungen für das Einzel am Sonntag weckte. "Heute sind mir die beiden Sprünge echt gut gelungen. Den ersten habe ich bis unten genießen können", sagte Wellinger im ZDF

Stoch führt Polen zum Sieg

Auch Eisenbichler (138,0+132,0 m) überzeugte, Leyhe (134,5+120,0) und Schlussspringer Freitag (121,5+130,5) blieben dagegen etwas hinter den Erwartungen zurück. "Ich hatte mit dem Aufwind zu kämpfen. Mein System ist noch nicht so stabil, dass ich da locker und entspannt durchkomme", sagte Leyhe.

Weltmeister Severin Freund hatte seine Saison nach einem im Training erlittenen Kreuzbandriss vorzeitig beendet.

Nicht zu schlagen waren derweil die favorisierten Polen, die sich vor allem auf Vierschanzentournee-Sieger Kamil Stoch (134,0+126,5) verlassen konnten. Für das Team des neuen Trainers Stefan Horngacher war es nach der Premiere Anfang Dezember in Klingenthal erst der zweite Team-Erfolg der Weltcup-Geschichte.

Enttäuschung für Tschechien

Bei Österreich überzeugte Manuel Fettner mit starken Sprüngen auf 136,0 und 139,5 m. Der nach langer Pause zurückgekehrte Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer (133,0+132,0) zeigte ebenfalls eine gute Leistung. Die hochgehandelten Slowenen mit den Prevc-Brüdern Peter, Domen und Cene sowie Jurij Tepes mussten sich dagegen mit dem vierten Rang unter den nur neun Teams begnügen.

Am Sonntag (15.05 Uhr im LIVETICKER) steht beim selbsternannten "Kult-Weltcup" im Sauerland noch ein Einzel-Wettbewerb auf dem Plan. Die Qualifikation hierfür hatte am Freitagabend Wellinger gewonnen, wobei der weiteste Satz dem vorqualifizierten Gesamtweltcup-Führenden Stoch (145,0 m) geglückt war. 

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