Trauer um Ex-Sportschau-Moderator
Manfred Vorderwülbecke ist tot. Der Wintersport-Spezialist prägte den Fernsehsport nicht nur vor der Kamera.
Die deutschen Sportjournalisten trauern um Manfred Vorderwülbecke. Der ehemalige Moderator der ARD-Sportschau und Pionier des deutschen TV-Sportjournalismus verstarb nach Angaben des Bayerischen Rundfunks im Alter von 86 Jahren.
Vorderwülbecke gehörte bei seinem Haussender zu den geistigen Vätern populärer Formate wie „Blickpunkt Sport“ und „Tele-Ski“. „Seit Ende der 1960er-Jahre prägte er über Jahrzehnte den Sport im Bayerischen Rundfunk und in der ARD – als Reporter, Moderator, Kommentator, Ideengeber und leidenschaftlicher Botschafter des Wintersports“, schrieb der BR in einem Nachruf.
Er kommentierte „Gold-Rosi“ zum Erfolg
Zu den Höhepunkten seiner journalistischen Tätigkeit gehörte für Vorderwülbecke 1976 bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck die Kommentierung eines der beiden Goldläufe der deutschen Alpin-Ikone Rosi Mittermaier.
Ein Jahr später gewann der Wintersport-Journalist die 2023 verstorbene Mittermaier nach ihrem Rücktritt für die neue Rolle als TV-Expertin bei Ski-Übertragungen. Er ebnete damit einem bis heute bewährten Konzept in der Fernsehsportberichterstattung den Weg – und damit indirekt auch der heutigen ARD-Rolle von Mittermaiers Sohn Felix Neureuther.
Ein enges persönliches Verhältnis hatte Vorderwülbecke auch zu Kult-Kommentator Fritz von Thurn und Taxis, die beiden bildeten einst ein eingespieltes Duo in der öffentlich-rechtlichen Ski-Alpin-Berichterstattung.
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„Mit VW, wie ihn viele liebevoll nannten, verliert die BR Sportredaktion einen Großen, einen Sympathieträger, eine Stimme des Wintersports und einen Pionier des Sportjournalismus. Die von ihm erfundene Sendereihe ‚Tele-Ski‘ ist bis heute ein unvergessener Kult-Klassiker“, wird BR-Sportchef Christoph Netzel im Nachruf zitiert.