Funk und Tasiadis verzichten auf EM
Die beiden Topstars fehlen bei den EM-Titelkämpfen in Italien "aus privaten Gründen", wie der Verband mitteilte.
Die beiden Kanuslalom-Aushängeschilder Sideris Tasiadis und Ricarda Funk verzichten „aus privaten Gründen“ auf die EM im italienischen Ivrea. Das teilte der Deutsche Kanu-Verband (DKV) im Vorfeld der Wettkämpfe vom 24. bis 26. September mit. Insgesamt geht der DKV mit zwölf Athletinnen und Athleten an den Start – darunter gleich fünf Nachwuchshoffnungen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren, die „wichtige Erfahrungen auf international höchstem Niveau sammeln“ sollen.
Enger EM-Zeitplan fordert Athleten
Tokio-Olympiasiegerin Funk hatte sich zuletzt vor anderthalb Wochen beim Weltcup-Finale im spanischen Seu d’Urgell Platz zwei in der Kajak-Cross-Gesamtwertung gesichert und wäre als Titelverteidigerin im Kajak-Einer zur EM gereist. Tasiadis, Canadier-Weltmeister von 2022, gab seinen Startplatz ebenfalls kurzfristig zurück. Über die genauen Gründe machten die beiden und der Verband keine Angaben.
Der Zeitplan ist ungewöhnlich eng getaktet und soll trotz der zusätzlichen Teamwettkämpfe an drei Tagen durchgezogen werden. Für die Doppelstarter im Canadier und Kajak werde das „eine extrem hohe Belastung“, schrieb der DKV. Besonders ist zudem der Wildwasserkanal in Ivrea, der durch seinen Naturcharakter „sehr anspruchsvoll und speziell“ und „nicht vergleichbar mit den ansonsten üblichen Kanälen“ sei. Es werde „spannend, wie speziell die Jüngeren diese Herausforderung meistern“, so der Verband.
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Die WM Mitte Juli in Oklahoma City war für den DKV enttäuschend verlaufen. Bronze im nichtolympischen Teamwettbewerb im Canadier der Männer war die einzige Medaille.