Nach Crash: Strafe für Colapinto
Russell gewinnt knapp vor Verstappen
Alpine-Pilot Franco Colapinto hatte mit einem Fahrfehler in Baku nicht nur sein eigenes Rennen beendet. Weltmeister Lando Norris war einer der Leidtragenden.
Franco Colapinto verlor die Kontrolle über seinen Alpine, beendete damit nicht nur sein eigenes Formel-1-Rennen in Baku und wurde von der Rennleitung bestraft – manchen ging das aber nicht weit genug.
Weltmeister Lando Norris forderte als einer der Leidtragenden gar eine Denkpause für Colapinto. Die Regelhüter sollten „strenger sein und für solche Dinge Sperren aussprechen“, sagte der McLaren-Pilot nach dem Crash beim Großen Preis von Aserbaidschan.
Norris findet deutliche Worte für Colapinto
Fahrer wie Colapinto „verdienen es nicht, in der Formel 1 zu sein. Wenn man bei einem Restart so einen Unfall verursacht, ja, dann sollte man mindestens für ein Rennen gesperrt werden.“ Im Anschluss an eine Safety-Car-Phase hatte Colapinto sich in der ersten Kurve des schnellen Stadtkurses verbremst, damit seinen Teamkollegen Pierre Gasly und dann auch Norris erwischt.
Die Rennleitung verhängte später eine 10-Sekunden-Strafe. Da Colapinto aber nicht mehr im Rennen war, wird die Sanktion umgewandelt: Am 4. Oktober (9.00 Uhr MESZ/Sky) in Malaysia wird er um fünf Startplätze zurückversetzt.
Russell findet Norris‘ Forderung „zu hart“
Für Norris nicht genug, auch mit Blick auf die Folgen, die über das Rennergebnis hinausgehen. „Es ist einfach verantwortungslos von solchen Leuten“, sagte der Engländer: „Das kostet ja eine Menge Geld. Die Teile meines Autos liegen jetzt im Müll, deshalb sollte man für so eine Fahrweise einfach gesperrt werden.“
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Andere Piloten wollten allerdings nicht einstimmen. Rennsieger George Russell etwa fand Norris‘ Forderung „zu hart. Bei einem Safety-Car-Restart mit kalten Reifen kann ein sehr kleiner Fehler große Folgen haben“, sagte der Mercedes-Pilot: „Und für mich sah das nach so einer Situation aus.“ Ganz ähnlich sah es Red-Bull-Pilot Max Verstappen.