Deutschland holt historisches Bronze bei Schach-Olympiade
Beim wichtigsten Mannschaftsturnier im Schach holt die deutsche Nationalmannschaft erstmals seit 26 Jahren wieder eine Medaille.
Die deutsche Schach-Nationalmannschaft der Männer hat ihre lange Durststrecke beendet und bei der Schach-Olympiade erstmals seit 26 Jahren wieder eine Medaille geholt. „Wir haben schon seit einigen Jahren eine starke Mannschaft. Es war an der Zeit, dass es eine starke Olympiade gibt“, sagte Nationalspieler Matthias Blübaum gegenüber Chess.com, nachdem er für sein Team um Topspieler Vincent Keymer im usbekischen Samarkand beim bedeutendsten Mannschaftswettbewerb im Schach den entscheidenden Sieg für Bronze geholt hatte.
Usbekistan schnappt sich Gold
Gastgeber Usbekistan sicherte sich bei dem alle zwei Jahre ausgetragenen Turnier Gold und verdrängte den bis dahin amtierenden Champion Indien auf Platz zwei. Das deutsche Team hatte sich unter der Leitung von Bundestrainer Jan Gustafsson im Vergleich zur vorherigen Olympiade um 14 Plätze verbessert. In der elften und letzten Runde wurde das ausgeglichene Duell mit der Niederlande durch Blübaums Sieg mit 2,5 zu 1,5 entschieden.
„Ich bin auf alle stolz“, sagte Gustafsson über seine vierköpfige Mannschaft, zu der neben Keymer und Blübaum auch die Brüder Frederik und Rasmus Svane gehören. Deutschland schlug selbst Goldmedaillengewinner Usbekistan. Einzig Indien und China waren überlegen.
Deutschlands letztes Olympia-Podest
Der Sprung auf das Podest war Deutschland zuletzt 2000 bei der Olympiade gelungen. In der offenen Spielklasse in Istanbul hatte es damals sogar für Silber gereicht.