Irre Nachspielzeit! Spanien-Spiel endet vogelwild
UD Levante und der FC Sevilla trennen sich in La Liga remis. In den Minuten vor dem Schlusspfiff überschlagen sich die Ereignisse.
Diese Nachspielzeit hatte es in sich! Der wieder erstarkte FC Sevilla hat am späten Montagabend in La Liga einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben. Das Team aus Andalusien kam gegen UD Levante nicht über ein 3:3 hinaus, obwohl der Klub tief in der Nachspielzeit noch einmal in Führung gegangen war.
Sevilla hatte durch Tore von Robbie Ure (13.) und Felix (54.) mit 2:0 geführt, ehe Ivan Romero für Levante traf (57.). Es folgte eine Schlussphase, die die Fans beider Teams so schnell nicht mehr vergessen werden.
Drei Tore und ein Platzverweis in der Nachspielzeit
Acht Minuten Nachspielzeit wurden nach 90 Spielminuten angezeigt, die Levante für sich nutzen sollte: Verteidiger Adrian de la Fuente gelang ein absolutes Traumtor, als er den Ball volley außerhalb des Sechzehnmeterraums in die Maschen schoss (90.+2). Die Freude über den späten Ausgleich war im Stadion in Valencia riesengroß, bis Sevillas Stürmer Isaac zum Partycrasher wurde.
Der Spanier fasste sich aus der Distanz ein Herz und schoss Sevilla per Traumtor wieder in Führung (90.+5). Anschließend jubelte der 26-Jährige ausgelassen und lief zur Eckfahne, wo er provokant in Richtung der Heimfans gestikulierte.
Isaac hielt sich einen Finger vor den Mund und signalisierte, dass die Fans doch bitte leise sein sollen. Anschließend zeigte er mit den Fingern auf seine Rückennummer und ließ eine weitere Geste folgen.
Für Schiedsrichter Adrian Cordero Vega eindeutig zu viel: Der Unparteiische zeigte Isaac, der bereits verwarnt war, erneut die Gelbe Karte und verwies den 26-Jährigen des Feldes. Isaac konnte nicht fassen, dass er für seinen ausgelassenen Jubel vom Platz flog (90.+6).
Österreicher wird zum Helden
Es kam, wie es kommen sollte. Levante warf noch einmal alles nach vorne und belohnte sich tatsächlich: Nach zwei abgewehrten Schüssen stand der österreichische Verteidiger Ifeanyi Ndukwe goldrichtig und staubte zum 3:3 ab. Der Treffer fiel in der zehnten Minute der Nachspielzeit.
„Das verrückteste Ende in La Liga“, titelte die spanische Marca und bezeichnete Ndukwe als den Helden des spektakulären Abends.
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Nach acht Spieltagen liegt Sevilla mit 14 Punkten auf Tabellenplatz fünf. Levante hat nach sieben Spielen nur sechs Punkte und liegt auf Tabellenplatz 17.